Soko Oppidum sucht weiter nach Manchinger Keltengold – Belohnung von 20.000 Euro ausgelobt für Fundhinweise

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

München – Die Kunstfahndung des Bayerischen Landeskriminalamtes (BLKA) hat vergangene Woche erneut das Anwesen des mutmaßlichen Haupttäters des gestohlenen Manchinger Goldschatzes in der Nähe von Schwerin durchsucht. Der Verdächtige ist noch nicht rechtskräftig zu elf Jahren Haft verurteilt. Leider blieb die Suche trotz der Unterstützung eines internationalen Expertenteams und umfangreicher Durchsuchungsmaßnahmen erfolglos.

Internationale Suche nach dem Keltengold

Der verschollene Goldschatz, darunter wertvolle Goldmünzen und ein Goldgusskuchen, bleibt weiterhin verschwunden. Die Sonderkommission Oppidum ist jedoch entschlossen, die kostbaren Stücke wieder nach Manching zu bringen und sucht weiter nach den fehlenden historischen Artefakten.

Belohnung für Hinweise ausgelobt

Zur Unterstützung der Suche haben das BLKA, die Archäologische Staatssammlung in München und der Zweckverband kelten und römer museum manching eine Belohnung von insgesamt 20.000 Euro ausgelobt. Diese setzt sich wie folgt zusammen: 5.000 Euro vom BLKA, 5.000 Euro von der Archäologischen Staatssammlung und 10.000 Euro vom Zweckverband kelten und römer museum manching.

Die Belohnung wird bei erfolgreichen Hinweisen ausgezahlt, jedoch nur an Privatpersonen und nicht an Beamte, die beruflich mit der Strafverfolgung betraut sind. Rechtliche Ansprüche auf die Belohnung sind ausgeschlossen.

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Hintergrund: Der größte keltische Goldraub des Jahrhunderts

Im November 2022 ereignete sich der Diebstahl des größten keltischen Goldfunds des 20. Jahrhunderts aus dem „kelten römer museum manching“. Nach aufwändigen Ermittlungen konnten vier Täter festgenommen werden. Jedoch blieb ein Großteil der Goldmünzen und der Goldgusskuchen verschollen. Die mutmaßlichen Täter erhielten hohe mehrjährige Haftstrafen, die noch nicht rechtskräftig sind.

Das Bayerische Landeskriminalamt nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 089 / 1212 – 0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle entgegen.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.