Die Ratiopharm Ulm liefern sich mit ALBA Berlin ein intensives Duell, zeigen große Moral und gleichen zwischenzeitlich einen deutlichen Rückstand aus. Dennoch setzt sich der Serienmeister am Ende mit 77:89 durch und nimmt den Auswärtssieg mit.
Der Beginn der Partie verlief aus Sicht der Ulmer alles andere als optimal. Offensiv fanden die Hausherren kaum Lösungen und erzielten im ersten Viertel lediglich einen Feldkorb. Die Berliner nutzten diese Schwächephase konsequent aus und erspielten sich früh eine komfortable Führung.
Cheftrainer Ty Harrelson sah sich bereits früh gezwungen einzugreifen, doch der Rhythmus blieb zunächst aus. Besonders gegen die aggressive Defensive der Gäste taten sich die Donaustädter schwer, ins Spiel zu finden.
Starke Reaktion bringt Spannung zurück
Mit zunehmender Spieldauer steigerten sich die Gastgeber deutlich. Schnelle Angriffe und verbesserte Ballbewegung sorgten dafür, dass der Rückstand Schritt für Schritt schmolz. Noch vor der Halbzeit kämpften sich die Ulmer wieder heran und hielten die Partie offen.
Nach dem Seitenwechsel folgte schließlich die stärkste Phase: Ein 7:0-Lauf brachte das Team bis auf zwei Punkte heran, das Spiel wurde zunehmend ausgeglichen und entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch.
Comeback bleibt ohne Happy End
Im Schlussviertel erreichte die Partie ihren Höhepunkt. Nach einem spektakulären Dunk gelang den Ulmern sogar der Ausgleich – die Halle stand Kopf. Doch die Berliner blieben abgeklärt, suchten konsequent den Weg an die Freiwurflinie und nutzten die sich bietenden Chancen eiskalt.
Die intensive Aufholjagd hatte spürbar Kraft gekostet, sodass den Ulmern in der entscheidenden Phase die letzte Durchschlagskraft fehlte. ALBA brachte den Vorsprung routiniert über die Zeit.
„Berlin spielt eine wirklich gute Saison, was sie heute auch wieder bewiesen haben. Wir waren in den ersten Minuten nicht bereit, das hohe Level mitzugehen, das sie an den Tag gelegt haben. Auch wenn wir uns zurückgekämpft haben, ist ein solcher Rückstand gegen ein Team wie ALBA Berlin nur schwer aufzuholen. Das Comeback hat uns im zweiten und dritten Viertel so viel Energie gekostet, dass wir keinen Weg mehr gefunden haben, die Partie am Ende für uns zu entscheiden. Auch bei den Rebounds haben wir heute nicht entschlossen genug gearbeitet, was letztendlich ebenfalls ein Faktor war“, betont Ulms Cheftrainer Ty Harrelson nach Spielende.
Ein entscheidender Faktor für die Aufholjagd war Justin Simon. Mit fünf Steals leitete er mehrere Fastbreaks ein und sorgte so für wichtige Impulse. Zudem überzeugte er auch offensiv mit 13 Punkten, fünf Rebounds und einer perfekten Dreierquote.
Ebenfalls zweistellig punkteten Mark Smith (20), Chris Ledlum (15) und Nelson Weidemann (11), die maßgeblich dazu beitrugen, das Spiel zwischenzeitlich wieder spannend zu machen.





