Der Spatenstich für die neue Kindertagesstätte symbolisiert einen wichtigen Schritt zum Ausbau weiterer Kinderbetreuungsangebote in Bobingen. Als Reaktion auf den großen Bedarf hat der Stadtrat im Zuge der Haushaltsberatungen im Oktober 2021 den Bau einer
neuen Kindertageseinrichtung mit 4 Kindergartengruppen und 3 Kinderkrippengruppen auf dem Gelände des ehemaligen Feuerwehrhauses an der Krumbacher Straße beschlossen. Künftig werden dort 100 Kindergartenkinder und 36 Krippenkinder Platz finden und den Neubau mit Leben füllen. Geplant wird die neue KiTa vom Augsburger Büro 3+ Architekten.

20230505 Spatenstich Kita Wasserschluss 1 © Eva Maria Guerpinar
Im Beisein einiger Stadtratsmitglieder setzten die Vertreter der Stadtverwaltung, darunter Erster Bürgermeister Klaus Förster und Dritter Bürgermeister Michael Ammer (Bildmitte), gemeinsam mit den Verantwortlichen des Bayerischen Roten Kreuzes sowie den beteiligten Architekten und Bauunternehmen Anfang Mai den symbolischen Spatenstich für die neue Kindertagesstätte an der Krumbacher Straße. Foto: Eva-Maria Gürpinar

„Bobingen wächst und damit auch die Herausforderungen“, eröffnet Erster Bürgermeister Klaus Förster seine Rede beim feierlichen Spatenstich. Rund 7.9 Mio. Euro investiert die Stadt in den weiteren Ausbau der sozialen Infrastruktur und damit in die Zukunft Bobingens. Trotz großer Sorgfalt und Expertise bei der Planung stellen die anhaltend hohe Inflation, Lieferverzögerungen und explodierenden Rohstoffpreise die Projektverantwortlichen vor schwierige Aufgaben. Umso spürbarer war die große Freude bei allen Beteiligten am Tag des Spatenstichs über den erreichten Meilenstein und den schnellen Baufortschritt.

Kita Wasserschloss in BRK-Trägerschaft

Mit der Leitung der Kinderkrippe Singoldhalle und dem Waldwichtel-Kindergarten in Bobingen-Siedlung engagiert sich das Bayerische Rote Kreuz seit gut einem Jahr auch als Betreiber von Kindertageseinrichtungen in Bobingen. Die Trägerschaft für die neue Kita Wasserschloss wird ebenfalls das Bayerische Rote Kreuz übernehmen. Leiterin Angelika Hornig und ihr erfahrenes Team freuen sich auf die geplante Übernahme der neuen Kita an der Krumbacher Straße. Läuft alles nach Plan, werden sie dort im Herbst nächsten Jahres mit ihren Kindern aus den Gruppen der bereits bestehenden Einrichtungen einziehen können. „Für uns als Kreisverband Augsburg-Land ist das absolutes Neuland, weshalb wir für die Unterstützung und die reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten sehr dankbar sind“, so BRK-Geschäftsführer Thomas Haugg. Einen besonderen Dank richtet er – stellvertretend für alle Planer – an Jonas Betz von der Firma Conwick GmbH, die im
Auftrag der Stadt Bobingen die Bauherrenvertretung für das Projekt übernommen hat.

Auch Annemarie Finkel, in ihrer Funktion als zweite Vorstandsvorsitzende des BRK und Beauftragte der Gemeinschaft Wohlfahrts- und Sozialarbeit, nahm an der Veranstaltung teil und dankte den Initiatoren und allen Mitwirkenden, die zum Erfolg des Projekts beigetragen haben und die Rädchen weiterhin am Laufen halten.

Thomas Haugg gibt auch schon einen Ausblick, worauf sich die Kinder der neuen Kita in Bobingen freuen dürfen: das Konzept beruht auf den Lehren von Sebastian Kneipp und seinen Heilmethoden. „Wir möchten die Kinder schon früh an ein ganzheitliches Gesundheitskonzept heranführen und damit Anleitungen für eine gesunde und natürliche Lebensweise vermitteln“, so Angelika Hornig.

Das Konzept fließt auch in die Gestaltung der Außenanlagen ein. Der fußläufig erreichbare
Singoldpark und die angrenzende Singold bieten darüber hinaus beste Voraussetzungen für viele Aktivitäten und Aktionen.

Bauvorhaben auf historischem Grund

Der Name der neuen Kita ist auf ein Wasserschloss aus dem 11. Jahrhundert zurückzuführen. Untersuchungen des Baugrundes haben ergeben, dass sich unter dem Bauwerk ein oder mehrere Bodendenkmäler befinden. Zu deren Schonung wurden in den Baugrund so wenig wie möglich eingegriffen und statt den konventionellen Fundamenten ca. 20 Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 60cm in einem weiten Raster unter der Bodenbetonplatte eingebracht. Das zweigeschossige Gebäude wird in Massivbauweise mit Holzfassade errichtet. Das Energiekonzept basiert auf einer Grundwasserbrunnen-Wärmepumpe mit PV und zugehörigen Energiepfählen sowie dem Einsatz eines Low-Tech und KNX-Systems. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2024 geplant.