Das Staatstheater Augsburg erweitert in der Spielzeit 2026/27 seine Angebote für Menschen mit Behinderung und führt eine neue Hörverstärkung für moderne Hörgeräte ein.
Im Mittelpunkt steht das Familienstück »Der Zauberer von Oz«, das am 28. November Premiere feiert. In jeder Vorstellung beschreibt eine integrierte Audiodeskription das Bühnengeschehen. Kostenlose Audioguides bieten kurze Zusammenfassungen der Szenen auf Ukrainisch, Arabisch oder in Leichter Sprache.
Bei einer Buchung über den Besucherservice gilt für Menschen mit Schwerbehindertenausweis und Merkzeichen ein Pauschalpreis von 11 Euro. Bei dem Merkzeichen »B« erhält die Begleitperson freien Eintritt.
Gebärdensprache und entspannte Vorstellung
Am 13. Dezember 2026 um 15 Uhr werden bei einer Familienvorstellung alle Dialoge und Lieder in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Die Einführung beginnt um 14.30 Uhr. Zusätzlich kann der Text auf dem Smartphone mitgelesen werden. Eine weitere DGS-Übersetzung ist für die Schulvorstellung am 14. Dezember um 9 Uhr vorgesehen.
Am 16. Dezember um 15 Uhr findet eine Relaxed Performance mit weniger Reizen und zusätzlichen Informationen im Vorfeld statt. Auch weitere Inszenierungen der Spielzeit werden mit inklusiven Angeboten begleitet.
Führung und barrierefreie Informationen
Eine Theaterführung für alle Sinne ist am 3. Dezember 2026 um 17 Uhr im Foyer der brechtbühne am Gaswerk geplant.
In den Spielstätten im martini-Park und im Gaswerk wurde eine neue Hörverstärkung installiert. Moderne, Bluetooth-fähige Hörgeräte können den Ton mithilfe von Auracast und einer auf dem Smartphone installierten App direkt aus dem Tonpult empfangen. Die Technik kommt auch Menschen mit Cochlea-Implantaten zugute.
Für ältere Hörgeräte stehen im Foyer Empfangsgeräte zur Ausleihe bereit. Sie übertragen den Ton über eine Induktionsschleife. Beide Angebote wurden nach Angaben des Theaters am Ende der Spielzeit 2025/26 erfolgreich getestet.
Die Programmhefte werden als barrierefreie PDF angeboten. Sie lassen sich mit Screenreadern, Sprachausgabe oder einer Braillezeile nutzen und enthalten Bildbeschreibungen zu den Inszenierungsfotos.

