Zeitumstellung, Herbstferien und Wildwechsel: Worauf Autofahrer achten sollten

In der kommenden Woche treffen Zeitumstellung und der Beginn der Herbstferien wieder aufeinander. In der Nacht vom 28. auf den 29. Oktober wird die Uhr um eine Stunde zurückgestellt, dann wird es morgens wieder früher hell und abends eine Stunde früher dunkler. „Mit der Zeitumstellung wird bei einigen der Biorhythmus durcheinandergebracht und sie tun sich schwer bei der Anpassung an den neuen Rhythmus zwischen Tag und Nacht. Dabei kann die Anpassungszeit bis zu mehreren Tagen dauern. Müdigkeit und Sekundenschlaf beim Autofahren sind unterschätzte Probleme. Um die Anpassungszeit zu erleichtern, kann etwa Bewegung helfen, am besten an der frischen Luft. Zum Beispiel spazieren gehen, Rad fahren, joggen oder Entspannungsübungen. Wenn ein oder mehrere Anzeichen für Müdigkeit beim Autofahren eintreten, wird es höchste Zeit für eine Pause oder am ­besten einen kurzen Schlaf auf dem Rastplatz, also 15 bis 20 Minuten „Power Nap“. Gehirn und Körper brauchen eine Regeneration“, so Alexander Kreipl, Verkehrsexperte des ADAC Südbayern.

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Symbolbild

Wenig Beeinträchtigung durch überhöhtes Verkehrsaufkommen erwartet

Trotz des Ferienbeginns in Bayern und Baden-Württemberg wird es nach Ansicht des ADAC Südbayern nur zu wenigen Staus auf den Straßen im Freistaat kommen. „Wir rechnen vor allen Dingen mit Behinderungen an Baustellen und auf den klassischen Ferienrouten, also auf der Tauernautobahn und dem Brenner. Die Nachtsperren im Gotthardtunnel dauern noch bis Freitag, 27.Oktober bis 5 Uhr an. Am Wochenende haben Autofahrende freie Fahrt“, so Kreipl. Eigentlich hätten die turnusmäßigen Reinigungs- und Wartungsarbeiten, bei denen der wichtigste Tunnel der Schweiz an ausgewählten Wochentagen nachts gesperrt werden muss, Anfang Oktober zu Ende sein sollen. Doch es gibt zusätzliche Sperrnächte, da die Routinearbeiten Mitte September nach dem Abbruch von Deckenteilen im Tunnel unterbrochen werden mussten.

Unfallrisiko durch Wildwechsel steigt

Die Tage werden kürzer und mit der Zeitumstellung steigt das Risiko, dass Autofahrende auf Wildtiere treffen, die in der Dämmerungszeit die Straße überqueren. Der ADAC Südbayern warnt daher auch vor den Gefahren des Wildwechsels in den frühen Morgen- und Abendstunden. „Da viele Tiere dämmerungsaktiv sind, lauern hier Gefahren für Mensch und Tier. Dabei kreuzen sie häufig die Straßen und kollidieren mit Autos oder Motorrädern. Die Gefahr von Wildunfällen nimmt nach der Zeitumstellung zu und Verkehrsteilnehmer sollten besondere Vorsicht im Straßenverkehr walten lassen. Tiere kennen weder Verkehrsregeln noch Uhrzeiten“, betont Kreipl. Vorausschauendes Fahren und erhöhtes Gefahrenbewusstsein helfen, folgenschwere Wildunfälle zu vermeiden. Die Tiere überqueren besonders häufig in Waldabschnitten und an Feldrändern die Straßen. Daher heißt es an diesen Orten, vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung: Fuß vom Gas und immer bremsbereit sein. Kommt es zum Wildunfall ist Folgendes zu tun: Die Unfallstelle muss unverzüglich gesichert werden: Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und Warndreieck aufstellen. Sind Personen verletzt, die 112 wählen und Erste Hilfe leisten, und immer auch die Polizei verständigen. Achtung: Das angefahrene Wild nicht vom Unfallort entfernen, sondern warten bis Polizei oder Jäger eintreffen.

Wechsel auf Winterreifen

Spätestens jetzt rät der ADAC Südbayern auch zu einem Wechsel auf Winterreifen. „Bei Temperaturen unter 7 Grad haben Winterreifen die bessere Haftung auf der Straße und man muss jederzeit mit Schneefall rechnen. Zusätzlich muss man jetzt im Herbst beachten, dass sich auf nasser Fahrbahn der Bremsweg bei einer Vollbremsung mit 50 Kilometern pro Stunde im Vergleich zu trockenem Asphalt von 11 auf 20 Meter verlängert“, so Kreipl.