Sicherheitsgespräch in Neu-Ulm: Hohe Aufklärungsquoten und Rückgang bei Straftaten bestätigen erfolgreiche Zusammenarbeit

Alfred Ingerl
2 Min. Lesezeit

Am 17. April 2026 fand im Neu-Ulmer Rathaus das jährliche Sicherheitsgespräch zwischen Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner, Landrätin Eva Treu und Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger statt. Im Fokus stand die Sicherheitsbilanz für den Landkreis und die Stadt Neu-Ulm.

Sicherheitslage in Neu-Ulm: Höhere Aufklärungsquoten und weniger Straftaten

Die Polizeipräsidentin präsentierte die aktuellen Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik. Die Aufklärungsquote im Landkreis Neu-Ulm stieg auf 71,2 %, während die Zahl der registrierten Straftaten leicht auf 7.124 Fälle sank. Im bayernweiten Vergleich belegt der Landkreis den dritten Platz bei der Häufigkeitszahl, die mit 3.880 registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner angegeben wird.

Auch in der Stadt Neu-Ulm erhöhte sich die Aufklärungsquote auf knapp 70 %, bei einem Rückgang der Straftaten um 3,4 % auf 3.400 Fälle. Die Kriminalitätshäufigkeitszahl für Neu-Ulm liegt bei 5.428. Ein Anstieg wurde bei Callcenterbetrug mit 117 Fällen verzeichnet, jedoch sank der Beuteschaden um 88 % auf 30.948 Euro.

Verkehrsunfälle und Delikte: Positive Entwicklungen und Herausforderungen

Die Polizeipräsidentin berichtete von einem leichten Rückgang der Verkehrsunfälle auf 5.460. Trotz eines Anstiegs der Verletzten um 6,91 % und vermehrten Unfällen mit Pedelec-Fahrern gab es keine tödlichen Vorfälle mit diesen Verkehrsteilnehmern. Bei den Verkehrstoten gab es einen erfreulichen Rückgang auf drei Personen.

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Im Bereich der sogenannten Kontrolldelikte stiegen die durch die Polizei festgestellten Drogenfahrten auf 400 Fälle.

Zusammenarbeit für Sicherheit

„Die aktuelle Sicherheitslage im Landkreis und in der Stadt Neu‑Ulm ist durch eine überdurchschnittlich hohe Aufklärungsquote und einen leicht rückläufigen Trend bei den registrierten Straftaten gekennzeichnet, was die sehr gute und professionelle Zusammenarbeit zwischen Polizei und den zuständigen Sicherheitsbehörden widerspiegelt. Diese Entwicklung zeigt, dass Bürgerinnen und Bürger in der Stadt und dem Landkreis Neu-Ulm sicher leben,“ erklärte Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner.

Bei dem Treffen wurde die Bedeutung der engen Zusammenarbeit und des kontinuierlichen Austauschs betont, um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.