Zwei Todesfälle und schwere Vergiftungen in Bayern durch mit Etodezitramid versetzte Vapes

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

München – In Bayern kam es innerhalb eines Monats zu zwei Todesfällen und einem schweren Vergiftungsfall im Zusammenhang mit dem Konsum von Vapes (auch bekannt als Vaporizer oder E-Zigaretten). Diese Geräte waren laut polizeilichen Ermittlungen mit dem synthetischen Opioid Etodezitramid sowie anderen psychoaktiven Substanzen versetzt.

Gefährlicher Konsum von Vapes

Die beiden Todesopfer sowie die betroffenen Konsumenten im Fall der Intoxikation hatten den potenten synthetischen Stoff Etodezitramid mithilfe von Vapes konsumiert. Einer der Betroffenen musste reanimiert werden. Etodezitramid gehört zur Gruppe der Orphine, die als potenzielle Nachfolger der Nitazene gelten und oft aus China importiert als „Forschungschemikalien“ verkauft werden. Diese Substanzen sind bekannt für ihre hohe Potenz, ähnlich der von Fentanylen und Nitazenen, und bergen ein erhebliches Gesundheitsrisiko.

Warnung des Bayerischen Landeskriminalamts

Das Bayerische Landeskriminalamt warnt eindringlich vor dem Konsum dieser rauschgiftartigen Chemikalien, besonders in Verbindung mit Vapes. Der Konsum von Etodezitramid in Kombination mit anderen dämpfenden Stoffen wie Benzodiazepinen, GBL, Alkohol oder anderen psychoaktiven Substanzen kann gefährliche Wechselwirkungen hervorrufen, darunter eine unvorhersehbare Atemdepression.

Unkalkulierbare Risiken

Aktuell gibt es keine gesicherten Erkenntnisse darüber, welche Wirkungen bei welcher Konzentration dieser Chemikalien zu erwarten sind. Bereits geringe Überdosierungen können schwerwiegende gesundheitliche Folgen bis hin zum Tod nach sich ziehen. Die Behörden raten daher dringend von der Verwendung solcher synthetischen Opioide ab.

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München, 25. März 2026

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.