Ganz bittere Niederlage für die Augsburger Panther. In einem interessanten Eishockeyspiel kassierte man 15,8 Sekunden vor dem Ende gegen den EHC Red Bull München den 4:5-Schlusspunkt. Die Mannschaft zeigte über weite Strecken des Spiels eine engagierte Leistung, doch wichtige Chancen blieben ungenutzt. Insbesondere in der Partie zuvor, als die Augsburger Panther enttäuschen gegen Berlin mussten, hätte das Team dringend Punkte nötig gehabt. Diese bittere Niederlage wird sicherlich an den Moral der Spieler nagen und sie sich für die kommenden Spiele neu motivieren müssen. In der kommenden Woche haben die Augsburger Panther die Gelegenheit, sich zu rehabilitieren, wenn sie zu Hause gegen Düsseldorf antreten. Bei diesem Spiel wird es wichtig sein, dass die Spieler die Enttäuschung der letzten Niederlage hinter sich lassen und sich konzentrieren, denn die Panther setzen sich gegen Düsseldorf durch, um ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Ein Sieg könnte entscheidend sein, um wieder Anschluss an die Spitzenteams in der Liga zu finden. Die Augsburger Panther verlieren knapp und müssen sich eingehend mit ihren bisherigen Leistungen auseinandersetzen. Vor allem die konstanten Engpässe in der Chancenverwertung machen deutlich, dass das Team dringend an seiner Effizienz arbeiten muss, um in den kommenden Partien erfolgreicher zu sein. Diese Niederlagen könnten sich als Wendepunkt erweisen, wenn die Mannschaft die richtigen Schlüsse zieht.
Für die Augsburger Panther ging es bereits am Donnerstag in das Spielwochenende. Der EHC Red Bull München gab nach zwei Duellen in der Landeshauptstadt seine Visitenkarte in Augsburg ab. Der AEV wollte in diesem bayerischen Derby dort weiter machen, wo man gegen die Löwen Frankfurt am Sonntag aufgehört hatte, mit einem Sieg. Etatmäßig ligen zwischen beiden Teams Welten, auf dem Eis konnten die Schwaben auch auf heimischen Eis mehr als nur mithalten. Nach einer guten Viertelstunde führen die Hausherren bereits mit 2:0. Baptiste (9.) im Powerplay und Schemitsch (14.) hatten für Rot-grün-weiß getroffen. Noch vor dem ersten Seitenwechsel konnten die Gäste allerdings durch Marinka den Anschluss herstellen (17.).
Augsburger Panther mit großer Moral
Kurz nach dem Seitenwechsel jubelte der AEV-Anhang ein drittes Mal, dieses Mal allerdings zu früh. Nationalkeeper Niederberger konnte die Scheibe vor der Linie mit der Fanghand stoppen. Ärgerlich, zumal die Panther wenig später das Spiel einstweilen aus der Hand geben mussten. DeSousa gelang im Powerplay der Ausgleich (26.), Weber traf zwei Minuten später mit einem platzierten Flachschuss. Der EHC hatte das Spiel zu diesem Zeitpunkt sicher nicht unverdient gedreht, noch war der AEV aber nicht aus dem Spiel. Die Jungs aus dem Schleifgraben meldeten sich noch im Mitteldrittel eindrucksvoll zurück. Baptiste hatte die das 3:3 im Duell mit Niederberger noch liegen lassen (31.), aber Trevelyan glich in Überzahl aus (36.). Das Ergebnis kippte wieder auf die Augsburger Seite. Schemitsch brachte die Mitchell-Truppe in der 39. Spielminute per Rückhand wieder in Front.
Nur 15 Sekunden fehlen zum Punktgewinn
Ein Vorsprung mit einem Tor ist im Eishockey gar nichts, dies hatten spätestens die ersten 40 Minuten gelehrt. Der AEV hatte trotz eines guten Überzahlspiels den Abstand nicht vergrößern können, dies sollte sich rächen. Mit einem vergleichsweise einfachen Handgelenksschuss von der blauen Linie konnte Butcher zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit die Anzeige auf 4:4 stellen. Die Panther zeigten eines der besten Spiele in dieser Saison und standen am Ende doch ohne Punkte da. 15,8 Sekunden vor dem Ende kassierte Augsburg den K.O. durch DeSousa, nachdem man kurz zuvor in ein weiteres Mal zwei Minuten mit einem Mann mehr nicht für sich nützen konnte. Bitter, wäre doch viel mehr drin gewesen.
AEV: Mann, Keller – Blumenschein, Köhler, Reul, Zajac, Renner, Schemitsch, McCourt – Volek, Collins, Busdeker, Louis, Trevelyan, Bast, M. Elias, Oblinger, F. Elias, Baptiste, Zengerle, Hakulinen
Tore: 1:0 Baptiste (Zengerle/Louis) 9., 2:0 Busdeker (Schemitsch/Louis) 14., 2:1 Marinka (Blum/Hager) 17., 2:2 DeSousa (Blum/Hirose) 26., 2:3 Weber (Butcher/Eder) 28., 3:3 Trevelyan (Zajac/Collins) 36., 4:3 Schemitsch (Busdeker) 39., 4:4 Butcher (DeSousa) 51., 4:5 DeSousa (Varjecka/Butcher) 60. Das Team kämpfte tapfer, konnte jedoch die entscheidenden Punkte nicht sichern. Augsburgs Niederlagenserie verlängert sich und bringt zusätzliche Herausforderungen für die kommenden Spiele. Trotz der schweren Niederlage gab es einige hoffnungsvolle Ansätze, die in den nächsten Partien besser umgesetzt werden müssen. Tore: 1:0 Baptiste (Zengerle/Louis) 9., 2:0 Busdeker (Schemitsch/Louis) 14., 2:1 Marinka (Blum/Hager) 17., 2:2 DeSousa (Blum/Hirose) 26., 2:3 Weber (Butcher/Eder) 28., 3:3 Trevelyan (Zajac/Collins) 36., 4:3 Schemitsch (Busdeker) 39., 4:4 Butcher (DeSousa) 51., 4:5 DeSousa (Varjecka/Butcher) 60.
Schiedsrichter: Anderson, MacFarlane | Ondracek , Schwenk Strafzeiten: Augsburg 12 – München 12
Zuschauer: 6.179 (ausverkauft)




