Der FC Augsburg kann in diesen Wochen eine Führung nicht ins Ziel bringen. Wie schon so oft in den letzten Wochen waren die Schwaben in Front gelegen und hatten doch nicht gewonnen. Gegen den effektiven SC Freiburg verlor man 1:2 vor eigenem Publikum.
Zum Ende der englischen Woche bekam es der FC Augsburg mit dem Tabellendritten aus Freiburg zu tun. Eine harte Aufgabe, um nach fünf Bundesligaspielen ohne Sieg endlich wieder einen Dreier einzufahren. FCA-Coach Baum ging diese Aufgabe im Vergleich zum Pokalspiel erwartungsgemäß mit einer deutlich veränderten Startelf an. Gerade in der Abwehr musste im Vergleich zur Vorwoche gleich auf zwei der drei Positionen getauscht werden. Für den gesperrten Bah und den verletzten Brackelmann kamen Kapitän Gouweleeuw und Keitel von Beginn an auf den Rasen.
Sehenswertes „Gregerl“-Tor
In einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde waren es zunächst die Gäste, die sich Möglichkeiten erspielen konnten. Das erste Tor aber erzielte Augsburg. Eingeleitet und vollendet wurde das Ganze von Michael Gregoritsch. Vom Anspielkreis spielte er den Ball zu Ibrahimovic, um ihn Sekunden später per mustergültiger Flanke zurückzuerhalten. Mit einem feinen Außenristheber ließ er schließlich freistehend Backhaus keine Abwehrchance (18.). Jetzt musste Freiburg die Spielführung übernehmen, die Hausherren konnten auf ihr oft gefährliches Umschaltspiel setzen.

Augsburg muss einiges entschärfen
Eine gute Viertelstunde später war es erneut der Österreicher, der die nächste Großchance des FCA verbuchen konnte. Bei seinem Abschluss aus acht Metern musste sich Freiburgs Schlussmann extralang machen, um einen noch höheren Rückstand zu vermeiden (32.). Insgesamt gehörten die Spielanteile zu diesem Zeitpunkt aber eher dem Team aus dem Breisgau. Augsburg musste phasenweise mit Mann und Maus um den eigenen Strafraum herum entschärfen. Auch wenn beide Mannschaften durchaus bemüht waren, verhinderten viel zu viele Unsauberkeiten, dass sich in der ersten Halbzeit ein gutes Fußballspiel entwickeln konnte.
Augsburg verpasst den zweiten Schlag
Nach dem Seitenwechsel gab Augsburg zunächst richtig Gas. Allein besonders der auffällige Ibrahimovic kam gleich mehrfach zu guten Abschlüssen. Durch hohes Pressing verhinderten sie zudem, dass Freiburg sich zeigen konnte. Den Ausgleich konnten sie so aber dennoch nicht verhindern. Der zur Pause eingewechselte Matanovic versenkte den ersten echten Freiburger Abschluss per Flachschuss zum 1:1 (66.).
Augsburg gibt wieder eine Führung aus der Hand
Insgesamt geht dieses Remis so sicher in Ordnung, beide Mannschaften begegneten sich absolut auf Augenhöhe. Am Ende standen die Fuggerstädter aber dann doch mit leeren Händen da. Wenige Sekunden nach seiner Einwechslung köpfte Irie eine punktgenaue Grifo-Flanke zur Gästeführung ein (85.). Freiburg reichten zwei gute Gelegenheiten im zweiten Durchgang, um die Punkte aus der WWK ARENA mitzunehmen.

Wie schon so oft in den letzten Wochen hat der FCA eine Führung aus der Hand gegeben. Sechs Mal in den letzten sieben Pflichtspielen ist ihnen dies passiert. Dieses Mal blieb nicht mal mehr ein Zähler. Erstmals nach sieben Monaten mussten die Schwaben geschlagen vom eigenen Feld ziehen.
FC Augsburg: Dahmen – Gouweleeuw, Keitel (88. Ogundu), Matsima – Fellhauer, Massengo (83. Wolf), Rieder, Behrens, Kade (65. Kade), Ibrahimovic (83. Claude-Maurice) – Gregoritsch (65. Ribeiro)
SC Freiburg: Backhaus – Kübler (65. Rosenfelder), Lienhart, Ginter, Makengo – Eggestein, Engelhardt, Beste (84. Irie), Suzuki (63. Goto), Scherhant (63. Grifo) – Höler (46. Matanovic)
Tore: 1:0 Gregoritsch (18.), 1:1 Matanovic (66.), 1:2 Irie (85.)
Gelbe Karten: / Eggestein, Ginter, Grifo
Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)
Zuschauer: 30.660 (ausverkauft)











































