Trinkwasser wird im Oberallgäu knapp – Gemeinden bauen Notleitungen

Symbolbild, KI-generiert
Presse Augsburg
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In Wiggensbach und Haldenwang im Oberallgäu reicht das verfügbare Trinkwasser derzeit nicht aus. Wiggensbach lässt deshalb täglich bis zu 150.000 Liter aus Kempten in sein Netz einspeisen, während Haldenwang eine neue Notverbundleitung plant.

Ein Tanklastzug bringt das Wasser mehrmals am Tag zu einem Hochbehälter in Wiggensbach. Die Gemeinde hat nach eigenen Angaben seit dem letzten größeren Wassermangel im Jahr 2018 rund 3,5 Millionen Euro in Quellen, Hochbehälter und Leitungen investiert. Dennoch soll die Verbindung über Buchenberg nach Sonthofen leistungsfähiger werden, damit sie im Notfall eine vollständige Versorgung ermöglichen kann. Dafür ist eine weitere Investition in Millionenhöhe vorgesehen.

Auch in Haldenwang gehen die Quellschüttungen nach Angaben von Bürgermeister Martin Fackler stark zurück. Die Trinkwasserversorgung sei für die kommende Zeit nicht gesichert, erklärte er. Die Gemeinde rief die Bevölkerung deshalb zum sparsamen Verbrauch auf. Eine 1,8 Kilometer lange Notverbundleitung vom Brunnen des Zweckverbands Fernwasser Oberes Allgäu zu einem Hochbehälter soll Abhilfe schaffen; die dafür benötigte Förderung wurde bewilligt.

Bernhard Simon vom Wasserwirtschaftsamt Kempten erwartet, dass der Höhepunkt des Wassermangels noch nicht erreicht ist. In den kommenden Wochen sei erfahrungsgemäß mit wenig Niederschlag zu rechnen, zudem habe es im Allgäu seit etwa zwei Jahren kaum Neubildung von Grundwasser gegeben. Simon empfiehlt den Gemeinden, zusätzliche Wasserquellen und Speichermöglichkeiten zu erschließen sowie mögliche Verluste in den Leitungsnetzen zu prüfen.

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