Das Gruselwetter zu Halloween

Gruselig verkleidet ziehen Kinder und Jugendliche am 31. Oktober durch die Straßen und jagen uns einen kalten Schauer über den Rücken. Ein Spruch gegen bösen Wetterzauber ist an diesem Dienstag gefragt, damit die gute Wetterhexe die eine oder andere Wolkenlücke hexen kann.

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Die Aussichten für den Abend vor Allerheiligen sind wirklich gruselig und zum Heulen. Das Hexen-Wettergebrodel enthält in diesem Jahr viele Zutaten aus dem atlantischen Wetterrezept der letzten Tage. Bei 12 bis 17 Grad füllt sich der Hexenkessel mit Regen. Im Süden des Kessels wird ein wenig Sonne in die überwiegend wässrige Wettersuppe gestreut, im Nordosten kommt noch eine Prise Brise dazu und fertig ist das Halloween-Gericht.  

In der Nacht vor Allerheiligen sollten die Gespenster daher regenfest gekleidet sein – oder zumindest einen Regenschirm dabeihaben, um nach Lust und Laune rasselnd, jämmerlich heulend sowie um Süßigkeiten bettelnd durch die Straßen zu schweben. 

Der Ursprung von Halloween 

Halloween hat seinen Ursprung im keltischen „Samhain“. Dieses wurde im fünften Jahrhundert vor Christus am keltischen Neujahrstag, dem Vorabend unseres heutigen Allerheiligen, gefeiert. Das Wort Halloween entstand aus „All Hallows Eve“ (Allerheiligenabend). Die Kelten glaubten, dass am Vorabend von Allerheiligen die Toten in die Welt der Lebenden kommen, um sich eine Seele zu holen. Mit gruseligen Fratzen und Kostümen versuchte man, diese Jäger zu erschrecken und zu vertreiben. Irische Auswanderer brachten den Brauch im 19. Jahrhundert in die USA. Dort wurde er zur Tradition und entwickelte seinen heutigen Charakter. Seit den 1990er Jahren wird Halloween auch bei uns gefeiert. 

Die Bedeutung der Kürbislaterne 

Der geschnitzte und beleuchtete Kürbis erinnert an die irische Geschichte von Jack O’Lantern. Dieser wurde zur Strafe dazu verdammt, nach seinem Tod ewig zwischen Himmel und Hölle hin und her zu wandern. Auf seinem Weg hielt er eine Laterne aus einer hohlen Rübe in der Hand. 

Herkunft des Spruches „Süßes oder Saures“ 

Das Betteln um Süßigkeiten an den Haustüren geht auf eine christliche Tradition aus dem 11. Jahrhundert zurück. Die Iren verteilten am Allerseelentag kleine Brote („soul cakes“, Seelenkuchen) an die Bettler, die für die Verstorbenen beteten. Der etwas erpresserische Bettelspruch „trick or treat“ („Süßes oder Saures“) geht auf den Brauch zurück, das Seelenheil des Gebenden durch das Gebet des Nehmenden zu retten. Diese Bedeutung ist verloren gegangen und hat sich zu einem reinen Kinderspaß entwickelt.