Gersthofen wird Zentrum für Wasserstoff und Leichtbau

Presse Augsburg
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Ab 2025 wird Gersthofen zum Hochschulstandort: Das neue Technologietransferzentrum (TTZ) der Technischen Hochschule Augsburg (THA) soll als Forschungs- und Entwicklungsplattform in den Bereichen Leichtbau und Wasserstofftechnologie dienen. Dank Fördermitteln in Höhe von 7 Millionen Euro wird das TTZ für fünf Jahre im MVV Industriepark Gersthofen etabliert.

Mit der Initiative „Hightech Transfer Bayern“, einem Teil der „Hightech Agenda Bayern“, wird die Entwicklung zukunftsweisender Technologien gefördert. „Mit dem TTZ Gersthofen entsteht ein Meilenstein in der anwendungsorientierten Wasserstofftechnologie,“ erklärt Prof. Dr.-Ing. André Baeten von der THA. „Zusammen mit der Stadt Gersthofen und den ortsansässigen Unternehmen leisten wir damit einen entscheidenden Beitrag zum Transformationsprozess hin zu einer klimaneutralen Zukunft.“

Der Standort bietet optimale Voraussetzungen: In der Region sind zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Logistik sowie der chemischen und kunststoffverarbeitenden Industrie angesiedelt. Diese werden eng in die Entwicklung neuer Ansätze eingebunden, etwa für wasserstoffbasierte Technologien und digitale Lösungen im Leichtbau.

Unterstützung durch die Stadt

Die Stadt Gersthofen hat ein starkes Zeichen gesetzt: Der Stadtrat hatte kurz vor Weihnachten beschloss, die Mietkosten für die Räumlichkeiten im MVV Industriepark für fünf Jahre zu übernehmen. Bürgermeister Michael Wörle zeigt sich begeistert: „Wir haben das perfekte Umfeld für das TTZ. Hier sitzen die Firmen, die Wasserstoff erzeugen, die Firmen, die ihn nutzen – und bald auch die Forscherinnen und Forscher, die neue Technologien erproben und weiterentwickeln. So wird Gersthofen zum neuen Zentrum für Wasserstoff in der Region.“

Zusammenarbeit mit der Industrie

Holger Amberg, Geschäftsführer der MVV Industriepark Gersthofen GmbH, sieht in der Kooperation eine große Chance: „Wir freuen uns sehr, als Partner der Stadt Gersthofen und des TTZ an innovativen Themen zu arbeiten, die die Energiewende weiter voranbringen.“

Zukunftsorientierte Pläne

Neben der Forschung wird das TTZ auch ein Ort der Lehre und Weiterentwicklung sein. Vorgesehen sind Studienprogramme in Wasserstofftechnologie, praxisnahe Projekte und eine enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern.

In der ersten Phase wird das TTZ ein bestehendes Gebäude im MVV Industriepark nutzen, das die benötigte Infrastruktur bietet. Eine zweite Phase, die ab 2027 startet, ist in Planung und hängt von der weiteren Entwicklung ab.

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Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.