„Halli Galli“: Uraufführung im Gaswerk am 27. November

Foto: Staatstheater Augsburg
Presse Augsburg
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Das Staatstheater Augsburg bringt am 27. November 2026 das eigens für Augsburg geschriebene Schauspiel „Halli Galli (eine Show ohne Hans Rosenthal)“ zur Uraufführung. Die Premiere beginnt um 19.30 Uhr in der brechtbühne im Gaswerk. Regie führt der leitende Regisseur David Ortmann, Felix Krakau hat das Stück geschrieben.

Hans Rosenthal zwischen Show und Erinnerung

Im Mittelpunkt steht Hans Rosenthal, der als Jude die nationalsozialistische Verfolgung versteckt in einer Berliner Laubenkolonie überlebte. Nach dem Krieg begann er seine Karriere beim Rundfunk und wurde mit der Quizshow „Dalli Dalli“ zu einem der beliebtesten Showmaster der Bundesrepublik.

Felix Krakau nimmt Rosenthals Biografie zum Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Rosenthal wird dabei nicht von einer einzelnen Figur verkörpert. Stattdessen versuchen sechs Figuren, den Abend ohne den abwesenden Showmaster selbst zu gestalten.

Das Stück verbindet Wirtschaftswunder, Fernsehunterhaltung und den Wunsch nach einem unbelasteten Neuanfang mit der Frage, wie persönliche Erinnerung und gesellschaftliches Vergessen zusammenpassen. Die Inszenierung greift in ihrer Gestaltung die Fernsehunterhaltung der 1970er Jahre auf.

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Ensemble und Gestaltung

Für das Bühnenbild zeichnet Steffi Wurster verantwortlich, die Kostüme stammen von Katja Schröpfer, die Musik von Stefan Leibold. Auf der Bühne stehen Mirjam Birkl, Soraya Bouabsa, Ute Fiedler, Natalie Hünig, Julius Kuhn und Michael Schrodt aus dem Augsburger Schauspielensemble. Unterstützt werden sie von Paul Etschberger, Luisa Stapf und Jonas Horche als Live-Band.

Vorstellungen und Werkstatt

„Halli Galli (eine Show ohne Hans Rosenthal)“ ist vom 27. November 2026 bis zum 18. März 2027 an insgesamt neun Terminen in der brechtbühne im Gaswerk zu sehen. Dazu gehört eine Zusatzvorstellung am Freitag, 25. Dezember 2026.

Bereits am Dienstag, 17. November 2026, geben Dramaturgin Mara Goga und das Inszenierungsteam ab 18.30 Uhr bei einer Werkstatt Einblicke in die Entstehung des Stücks und den Probenprozess.

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