München | Dramatischer Badeunfall im Eisbach

Am Montagnachmittag ist es am Eisbach zu einem folgenschweren Badeunfall
gekommen.

Symbolbild

Oberhalb der Brücke “Am Tucherpark” war ein junger Mann in den Eisbach
gesprungen. Er hatte wohl die dort herrschende Strömung unterschätzt und konnte
sich auch nicht an der vor der Wasserwalze gespannten Kette festhalten. Kurz
darauf stürzte er über das Wehr und verschwand in der Wasserwalze vor den Augen
seines Bekannten. Dieser unternahm sofort Rettungsversuche, indem er über eine
dort verbaute Leiter zur Walze hinabstieg, in der Hoffnung, den Verunfallten
hier greifen zu können. Der Mann tauchte jedoch nicht mehr auf. Richtigerweise
hatte sich der junge Retter nicht selbst in die Wasserwalze begeben, da dies
lebensgefährlich gewesen wäre.

Zwischenzeitlich hatten Augenzeugen die Feuerwehr alarmiert. Ein Großaufgebot
von Feuerwehr und Rettungsdienst inklusive des Rettungshubschraubers wurde zur
Einsatzstelle entsandt. Während Strömungsretter der Feuerwehr vom Korb der
Drehleiter aus versuchten, den Verunfallten in der Wasserwalze mit Stangen zu
lokalisieren, wurde von weiteren Rettungskräften der komplette Bach in Richtung
Tivolikraftwerk abgesucht.

Kurze Zeit später meldete eine Polizeistreife, dass Passanten eine leblose
Person auf Höhe der Brücke vor dem Kraftwerk aus dem Wasser gezogen hätten. Der
Einsatzleiter beorderte sofort den Notarzt, einen Rettungswagen und ein
Hilfeleistungslöschfahrzeug zur genannten Örtlichkeit. Dort begannen die
Einsatzkräfte direkt mit der Reanimation des Patienten. Anschließend
transportierte man ihn in den Schockraum einer Münchner Klinik.

Der Zustand des Opfers kann als kritisch beurteilt werden. Der schwer geschockte
28-jährige Bekannte musste noch vor Ort vom Kriseninterventionsteam betreut
werden. Den genauen Unfallhergang ermittelt nun die Polizei.

Eingesetzte Kräfte: Berufsfeuerwehr

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