Leipheim erhält ein neues Gaskraftwerk: Die LEAG hat bei der ersten Ausschreibung der Bundesnetzagentur für neue Kraftwerkskapazitäten den Zuschlag für einen weiteren Anlagenbau auf dem bestehenden Areal Pro bekommen. Das Kraftwerk soll eine Leistung von 320 Megawatt erreichen und für einen späteren Betrieb mit Wasserstoff vorbereitet werden. Die Landtagsabgeordnete Jenny Schack (CSU) begrüßt die Entscheidung.
Das geplante Kraftwerk soll direkt neben der bestehenden Anlage entstehen. Leipheim ist der einzige Standort in Bayern, der in dieser Ausschreibungsrunde berücksichtigt wurde. Bundesweit erhielten elf Projekte mit einer Gesamtleistung von rund 5.160 Megawatt einen Zuschlag. Die neuen Kraftwerke sollen ab November 2031 einspringen, wenn erneuerbare Energien den Strombedarf nicht decken können.
„Das ist eine sehr gute Nachricht für Leipheim und unseren gesamten Landkreis Günzburg. Mit dem neuen Kraftwerk wird unser Landkreis als Energiestandort weiter gestärkt. Gerade für unsere Unternehmen und die Menschen in der Region brauchen wir eine verlässliche Stromversorgung – auch dann, wenn Wind und Sonne nicht ausreichend liefern“, erklärt Schack.
Batteriespeicher in Gundremmingen
Auch in Gundremmingen wird die Energieinfrastruktur ausgebaut. Dort errichtet RWE einen Batteriespeicher mit 400 Megawatt Leistung und einer Speicherkapazität von 700 Megawattstunden. Der kommerzielle Betrieb ist für Anfang 2027 vorgesehen.
Schack sieht beide Vorhaben als wichtige Bausteine der Energieversorgung: „Das neue Gaskraftwerk in Leipheim und der große Batteriespeicher in Gundremmingen zeigen: Unser Landkreis bleibt eine tragende Säule der Energieversorgung in Bayern“. Batteriespeicher könnten Strom zwischenspeichern und später wieder abgeben, während steuerbare Kraftwerke Versorgungslücken schließen.
Bestehendes Kraftwerk bleibt eigenständig
Bereits seit 2023 betreibt die LEAG in Leipheim ein Gasturbinenkraftwerk mit 300 Megawatt Leistung. Es wird auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers Amprion zur Stabilisierung des Stromnetzes eingesetzt. Der jetzt geplante Neubau ist ein zusätzliches, eigenständiges Projekt.
Schack kündigte an, die weiteren Schritte zu begleiten: „Dass Leipheim im bundesweiten Wettbewerb zum Zug gekommen ist, freut mich besonders. Jetzt kommt es darauf an, die Planung zügig und sorgfältig voranzubringen und die Menschen vor Ort transparent einzubinden. Ich werde die weitere Entwicklung als Landtagsabgeordnete eng begleiten“, betont die Abgeordnete. „Wir wollen die Energiezukunft aktiv mitgestalten – mit einer sicheren Versorgung und einer langfristigen Perspektive für unseren Landkreis Günzburg.“
Ereignisort
Auf der Nachrichtenkarte anzeigen Die Ereignisorte werden teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz ermittelt. Die angezeigten Positionen können ungenau oder fehlerhaft sein.

