Polizeipräsidium Schwaben Süd/West startet Aktionswochen „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“

Alfred Ingerl
4 Minuten Lesezeit

Polizei startet Aktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ zum Schulbeginn

Zum Beginn des neuen Schuljahres erinnert das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West an die Sicherheit auf Schulwegen und beteiligt sich vom 15. September bis 2. Oktober 2026 an der bayernweiten Aktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“. In diesem Zeitraum führen die Beamtinnen und Beamten verstärkte stationäre und mobile Kontrollen durch, mit besonderem Augenmerk auf Schulwege vor Unterrichtsbeginn und nach Schulschluss.

Weniger Unfälle, aber weiterhin Handlungsbedarf

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Schulwegunfälle im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums auf 60 Fälle gesunken; im Vorjahr waren es 70. Bei den Unfällen wurden 72 Schülerinnen und Schüler verletzt. Den größten Anteil bildeten Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren mit 84,7 Prozent. Diese Unfallgruppe war überwiegend zu Fuß oder mit dem Fahrrad beziehungsweise Pedelec unterwegs; 40,3 Prozent der betroffenen Kinder fuhren Rad oder Pedelec, 21,5 Prozent waren zu Fuß unterwegs.

In 32 Fällen beziehungsweise 53,3 Prozent der Unfälle war das Verhalten der Kinder ursächlich oder mitursächlich. Die meisten Schulwegunfälle traten zwischen 7:00 und 8:00 Uhr auf; ein weiterer Schwerpunkt lag mittags zwischen 12:00 und 14:00 Uhr. Positiv hervorzuheben ist, dass es in Bereichen, die durch Schülerlotsinnen und Schülerlotsen oder Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte überwacht beziehungsweise geregelt wurden, erneut zu keinem Unfall kam.

Kontrollen, Prävention und Appell an Eltern

Neben den regulären Schulwegkontrollen richten die Dienststellen während des Aktionszeitraums ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung von Halteverboten und Geschwindigkeitsbeschränkungen in der Nähe von Schulen und Kindergärten. Außerdem kontrollieren die Beamtinnen und Beamten die ordnungsgemäße Sicherung von Kindern in Fahrzeugen sowie die Verkehrssicherheit der Fahrräder junger Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.

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Vom 15. bis 18. September finden landesweite Aktionstage zur Überwachung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht statt; insbesondere die korrekte Nutzung von Sicherungseinrichtungen steht zu Beginn des Schuljahres im Fokus. Die Polizei weist darauf hin, dass eine fehlende oder unzureichende Sicherung von Insassen, insbesondere von Kindern, ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt und konsequent geahndet wird.

Vor Schulen kommt es nach Angaben des Polizeipräsidiums immer wieder zu gefährlichen Situationen, wenn Kinder mit dem Auto unmittelbar vor das Schulgebäude gebracht werden. Unübersichtliche Halte- und Wendemanöver sowie das erhöhte Verkehrsaufkommen führten dazu, dass sogenannte „Eltern-Taxis“ häufig als Belastung wahrgenommen werden. Die Polizei appelliert an die Eltern, ihre Kinder möglichst selbstständig zu Fuß oder in Begleitung zur Schule gehen zu lassen und, wenn das Bringen mit dem Auto unvermeidbar ist, ausgewiesene Halte- und Parkbereiche zu nutzen.

Die Polizei gibt zudem konkrete Hinweise für einen sicheren Schulweg: Üben Sie den Schulweg gemeinsam mit Ihren Kindern, wählen Sie nicht den kürzesten, sondern den sichersten Weg, gehen Sie im Straßenverkehr mit gutem Beispiel voran und achten Sie auf helle und gut sichtbare Kleidung, etwa mit Reflektoren, Warnwesten oder Leuchtmitteln. Fahrräder müssen den Bestimmungen der StVO entsprechen; dazu gehören funktionierende Beleuchtung, Bremsen und Reflektoren. Die Polizei rät, möglichst auf Autofahrten zur Schule zu verzichten, damit Kinder eigene Erfahrungen im Straßenverkehr sammeln können.

Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

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Alfred Ingerl ist Autor bei Presse Augsburg. Sein Schwerpunkt liegt auf aktuellen Polizeimeldungen und Blaulicht-Nachrichten aus Bayern. Er bereitet Meldungen der bayerischen Polizeipräsidien redaktionell für die Veröffentlichung auf Presse Augsburg auf.