Kann ein Akku-Häcksler bei der Leistung tatsächlich mit einem klassischen kabelgebundenen Gartenhäcksler mithalten? Beim Ryobi RY36SHX40-0 waren wir vor unserem Praxistest durchaus gespannt. Schließlich muss ein Häcksler über längere Zeit ordentlich Kraft aufbringen, um auch kräftigere Äste zuverlässig einzuziehen und zu zerkleinern. Nach unserem Test mit einem 36-Volt-MAX-POWER-Akku mit 6 Ah fällt unser Eindruck überraschend eindeutig aus: Der Ryobi ist erstaunlich leistungsstark und konnte es bei unseren Arbeiten problemlos mit klassischen Elektrohäckslern aufnehmen. Gleichzeitig bietet er einen entscheidenden Vorteil – die völlige Unabhängigkeit von Steckdose und Verlängerungskabel. Auch die Ausdauer des 6-Ah-Akkus und vor allem das angenehm kleine und kompakte Häckselgut in der Auffangbox haben uns überzeugt.
- Ryobi RY36SHX40-0: Akku-Häcksler mit Brushless-Motor
- Im Praxistest erstaunlich leistungsstark
- Automatischer Einzug erleichtert die Arbeit
- 6-Ah-Akku überzeugt auch bei der Laufzeit
- Häckselergebnis: Klein und angenehm kompakt
- Der größte Vorteil: Häckseln ohne Steckdose
- Automatischer Rückwärtslauf bei Blockaden
- Walzenhäcksler oder Messerhäcksler?
- Angenehme Geräuschkulisse
- Mobil und gut zu transportieren
- Preis: Rund 500 Euro ohne Akku
- Technische Daten des Ryobi RY36SHX40-0
- Für wen lohnt sich der Ryobi Akku-Häcksler?
- Fazit zum Ryobi RY36SHX40-0 Test

Ryobi RY36SHX40-0: Akku-Häcksler mit Brushless-Motor
Der RY36SHX40-0 gehört zum 36 V MAX POWER System von Ryobi. Für den Antrieb setzt der Hersteller auf einen bürstenlosen Motor. Äste mit einem Durchmesser von bis zu 40 Millimetern können laut Hersteller verarbeitet werden. Dazu kommen ein automatischer Einzug, zwei Geschwindigkeitsstufen, eine automatische Rücklauffunktion bei Blockaden und ein 55 Liter großer Auffangbehälter. Wichtig: Der RY36SHX40-0 wird ohne Akku und Ladegerät verkauft. Wer bereits andere Geräte aus dem Ryobi MAX POWER System besitzt, kann vorhandene kompatible 36-Volt-Akkus verwenden.

Im Praxistest erstaunlich leistungsstark
Unsere größte Frage war, ob der Akkubetrieb bei einem Gartenhäcksler tatsächlich funktioniert, ohne deutliche Kompromisse bei der Leistung einzugehen. Diese Bedenken waren schnell ausgeräumt. Der Ryobi RY36SHX40-0 arbeitet ausgesprochen kraftvoll. Auch stärkeres holziges Schnittgut wurde bei unserem Test zuverlässig verarbeitet. Dabei hatten wir keineswegs das Gefühl, lediglich eine schwächere Akku-Alternative zu einem kabelgebundenen Häcksler zu benutzen. Im Gegenteil: Bei den von uns durchgeführten Arbeiten konnte der Ryobi bei der Häckselleistung problemlos mit Geräten mit Netzanschluss mithalten.
Automatischer Einzug erleichtert die Arbeit
Ein großer Vorteil ist der automatische Einzug. Sobald die Mechanik einen Ast richtig erfasst hat, wird dieser selbstständig weiter eingezogen. Das macht sich besonders bemerkbar, wenn nach dem Rückschnitt von Bäumen und Hecken ein größerer Berg Schnittgut verarbeitet werden muss. Statt jeden Ast permanent nachzuschieben, kann bereits das nächste Material vorbereitet werden. Ryobi bietet außerdem zwei Geschwindigkeitsstufen. Dadurch lässt sich die Arbeitsweise an das jeweilige Schnittgut anpassen. Auch verzweigtes Material bereitete uns im Praxiseinsatz keine größeren Schwierigkeiten. Bei besonders großen oder ungünstig geformten Ästen gilt natürlich auch hier: Nicht mit Gewalt arbeiten, sondern gegebenenfalls etwas nachschneiden.

6-Ah-Akku überzeugt auch bei der Laufzeit
Für unseren Praxistest haben wir den Ryobi RY36SHX40-0 mit einem Ryobi MAX POWER 36V Akku mit 6 Ahbetrieben. Neben der hohen Leistung hat uns dabei auch die Ausdauer überzeugt. Je nach Häckselgut sind mit einem 6-Ah-Akku rund 60 bis 80 Minuten praktische Arbeitszeit eine realistische Größenordnung.

Wie lange eine Akkuladung tatsächlich reicht, hängt stark vom verwendeten Material ab. Dünnere Äste und leichter Strauchschnitt verlangen dem Motor weniger ab als dickes und hartes Holz nahe der maximalen Aststärke. Gleichzeitig läuft ein Häcksler beim normalen Arbeiten nicht permanent unter voller Belastung, da zwischen dem Nachlegen des Materials immer wieder kurze Pausen entstehen.
Häckselergebnis: Klein und angenehm kompakt
Nicht nur die Frage, ob ein Häcksler einen kräftigen Ast verarbeitet, ist entscheidend. Mindestens ebenso wichtig ist, was anschließend unten herauskommt. Hier konnte der Ryobi in unserem Test ebenfalls voll überzeugen. Das Häckselgut landet angenehm klein und kompakt in der Auffangbox. Das ursprüngliche Volumen der sperrigen Äste und Zweige wird dadurch erheblich reduziert. Das macht in der Praxis einen großen Unterschied. Das zerkleinerte Material lässt sich einfacher transportieren, platzsparender entsorgen oder – je nach Ausgangsmaterial und Einsatzzweck – im Garten weiterverwenden. Die Auffangbox besitzt ein Volumen von 55 Litern und ist damit ausreichend groß dimensioniert. Gerade die Kombination aus zuverlässigem Einzug und dem guten Ergebnis in der Box gehört für uns zu den Stärken des Ryobi.

Der größte Vorteil: Häckseln ohne Steckdose
Während Leistung und Akkulaufzeit überraschen, zeigt sich der eigentliche Vorteil des Ryobi erst beim Einsatz auf dem Grundstück: Man braucht schlicht kein Stromkabel. Bei einem herkömmlichen Elektrohäcksler benötigt man eine Steckdose in der Nähe oder muss mit entsprechend langen Verlängerungskabeln arbeiten. Beim Ryobi setzt man den Akku ein und fährt das Gerät einfach dorthin, wo der Gartenabfall anfällt. Gerade auf größeren Grundstücken ist das ein enormer Komfortgewinn. Anstatt Äste und Heckenschnitt über längere Strecken zum Häcksler zu tragen, lässt sich der Häcksler direkt zum Schnittgut bringen. Für uns ist diese absolute Mobilität eines der stärksten Argumente für den RY36SHX40-0. Auch an Stellen des Gartens, an denen weit und breit keine Steckdose vorhanden ist, kann sofort gearbeitet werden.

Automatischer Rückwärtslauf bei Blockaden
Wo Äste verarbeitet werden, können Blockaden nie vollständig ausgeschlossen werden. Ein besonders verzweigter Ast oder zu viel Material auf einmal kann auch einen leistungsfähigen Häcksler an seine Grenzen bringen. Ryobi hat deshalb eine automatische Rücklauffunktion integriert. Erkennt das Gerät eine Blockade, kann das Material wieder zurückgeführt werden. Das erleichtert die Arbeit und verhindert im Idealfall, dass bei einem festgesetzten Ast größere Teile des Häckslers geöffnet werden müssen.
Walzenhäcksler oder Messerhäcksler?
Der Ryobi arbeitet mit einem Walzen- beziehungsweise Zahnradmechanismus. Im Unterschied dazu verwenden klassische Messerhäcksler schnell rotierende Messer, um Äste und anderes Gartenmaterial zu zerschneiden. Messerhäcksler produzieren meist relativ feines Schnittgut und eignen sich auch für dünnere Zweige und weicheres Material. Die schnell rotierenden Messer sorgen allerdings für eine entsprechend höhere Geräuschkulisse. Bei einem Walzenhäcksler wird das Schnittgut dagegen selbstständig eingezogen, gequetscht und zerkleinert. Das Prinzip eignet sich besonders gut für holzigen Baum-, Strauch- und Heckenschnitt und arbeitet vergleichsweise ruhig. Beim Ryobi kommt der große Vorteil des Akkubetriebs hinzu: Das ansonsten bei leistungsfähigen Elektrohäckslern notwendige Stromkabel entfällt vollständig.
Angenehme Geräuschkulisse
Natürlich arbeitet auch der Ryobi nicht geräuschlos. Wenn kräftige Äste gebrochen und zerkleinert werden, hört man das entsprechend. Die Geräuschkulisse empfanden wir beim Arbeiten dennoch als angenehm. Gerade im Vergleich mit schnell laufenden Messerhäckslern ist das Arbeitsgeräusch des Ryobi weniger aufdringlich. Das passt zum grundsätzlichen Charakter des Gerätes: kräftig, aber nicht unnötig hektisch.
Mobil und gut zu transportieren
Ein Akku-Häcksler sollte nicht nur ohne Stromkabel auskommen, sondern sich auch unkompliziert auf dem Grundstück bewegen lassen. Der Ryobi steht auf einem stabilen Metallrahmen und verfügt über große Transporträder. Damit lässt er sich problemlos vom Geräteschuppen zur Hecke oder zum nächsten Baum bewegen. Praktisch ist außerdem, dass die Standfüße für eine platzsparendere Lagerung hochgeklappt werden können. Das ist gerade außerhalb der Gartensaison von Vorteil.

Preis: Rund 500 Euro ohne Akku
Ganz günstig ist die kabellose Freiheit allerdings nicht. Der Ryobi RY36SHX40-0 kostet aktuell rund 500 Euro und wird ohne Akku und Ladegerät angeboten. Wer bereits einen ausreichend großen Akku aus dem 36-V-MAX-POWER-System besitzt, kann diesen weiterverwenden. Für Neueinsteiger kommen dagegen die Kosten für Akku und Ladegerät hinzu. Wir haben den Häcksler mit einem 6-Ah-High-Energy-Akku getestet.

Ryobi bietet einen solchen Akku zusammen mit einem 6-A-Schnellladegerät auch als Starterset RY36BK60B-160 an. Das Set aus 6-Ah-Akku und Ladegerät kostet aktuell rund 300 Euro. Wer komplett neu in das Ryobi MAX POWER System einsteigt und die von uns getestete 6-Ah-Konfiguration nutzen möchte, landet damit bei insgesamt ungefähr 800 Euro für Häcksler, Akku und Ladegerät. Das ist zweifellos eine stattliche Investition. Wer bereits passende MAX-POWER-Akkus besitzt, muss dagegen nur den eigentlichen Gerätepreis einkalkulieren – und dann sieht die Rechnung deutlich attraktiver aus.
Technische Daten des Ryobi RY36SHX40-0
| Merkmal | Ryobi RY36SHX40-0 |
|---|---|
| Gerätetyp | 36-V-Akku-Häcksler |
| Akkusystem | Ryobi 36 V MAX POWER |
| Motor | Brushless |
| Maximale Aststärke | 40 mm |
| Geschwindigkeitsstufen | 2 |
| Auffangbehälter | 55 Liter |
| Automatischer Einzug | Ja |
| Automatischer Rücklauf | Ja |
| Metallrahmen | Ja |
| Transporträder | Ja |
| Akku im Lieferumfang | Nein |
| Ladegerät im Lieferumfang | Nein |
| Im Test verwendeter Akku | 36 V / 6 Ah |
Für wen lohnt sich der Ryobi Akku-Häcksler?
Der RY36SHX40-0 ist vor allem für Gartenbesitzer interessant, die regelmäßig größere Mengen an Baum- und Heckenschnitt verarbeiten und dabei unabhängig von einer Steckdose sein möchten. Auf einem kleinen Grundstück mit einer Steckdose unmittelbar am Arbeitsort ist der Mehrpreis gegenüber einem klassischen kabelgebundenen Elektrohäcksler schwieriger zu rechtfertigen. Ganz anders sieht es auf größeren Grundstücken aus. Wer an verschiedenen Stellen Bäume, Sträucher und Hecken schneidet, profitiert erheblich davon, den Häcksler einfach zum Schnittgut fahren zu können. Besonders interessant ist das Gerät natürlich für Nutzer, die bereits andere Ryobi-36-V-MAX-POWER-Geräte besitzen und entsprechende Akkus ohnehin im Einsatz haben.
Fazit zum Ryobi RY36SHX40-0 Test
Der Ryobi RY36SHX40-0 hat uns im Praxistest positiv überrascht. Vor allem die Leistung hätten wir einem Akku-Häcksler in dieser Form zunächst nicht unbedingt zugetraut. Mit dem von uns verwendeten 6-Ah-Akku arbeitet das Gerät nicht nur kraftvoll, sondern besitzt auch eine überzeugende Ausdauer. Bei unseren Häckselarbeiten konnte der Ryobi problemlos mit klassischen kabelgebundenen Geräten mithalten. Sehr gut gefallen hat uns außerdem das Ergebnis in der 55-Liter-Auffangbox. Das Häckselgut wird angenehm klein und kompakt, wodurch sich das Volumen des ursprünglichen Baum- und Heckenschnitts erheblich reduziert. Der größte Vorteil bleibt jedoch die Mobilität. Keine Steckdose suchen, kein Verlängerungskabel ausrollen und während der Arbeit nicht auf ein Stromkabel achten: Akku einsetzen und dort häckseln, wo das Schnittgut anfällt. Der Preis von rund 500 Euro ohne Akku ist allerdings schon eine Investition. Wer zusätzlich einen 6-Ah-Akku samt Ladegerät benötigt, landet aktuell bei insgesamt etwa 800 Euro. Wer bereits im Ryobi MAX POWER System unterwegs ist, kann dagegen vorhandene Akkus verwenden.

Leistung, Ausdauer, Häckselergebnis und vor allem die enorme Bewegungsfreiheit haben uns überzeugt. Der RY36SHX40-0 zeigt eindrucksvoll, dass ein leistungsfähiger Gartenhäcksler heute nicht mehr zwingend ein Stromkabel benötigt.
Weitere technische Informationen gibt es direkt auf der Ryobi-Produktseite zum RY36SHX40-0.






