Staatstheater Augsburg zeigt neue „Cinderella“-Fassung

Presse Augsburg
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Das Staatstheater Augsburg eröffnet seine Ballettsaison 2026/27 mit „Cinderella“. Die Neufassung von Ballettdirektor Ricardo Fernando feiert am 31. Oktober 2026 um 19.30 Uhr im martini-Park Premiere.

Märchenstoff wird ins Internat verlegt

In Fernandos Inszenierung ist Cinderella kein armes Aschenputtel, sondern Schülerin in einem Internat. Dort machen ihr eine strenge Direktorin und missgünstige Mitschüler das Leben schwer. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Gemeinschaft, Leistungsdruck, Ungleichheit und Freundschaft.

Die Choreografie verbindet verschiedene Tanzstile. Gruppenszenen, Soli und Pas de Deux wechseln sich ab; dem neoklassischen und klassischen Spitzentanz kommt dabei eine besondere Rolle zu.

„Mir schien es einfach nicht mehr zeitgemäß, dass sie von einem Prinzen gerettet werden soll“, erläutert Ricardo Fernando seinen Ansatz. Seine Cinderella sei eine starke junge Frau, die wachsen und sich entwickeln dürfe. Der Prinz rette sie nicht aus einer ausweglosen Lage, sondern bestärke sie in ihrer Zuversicht und ihrem Glauben an das Gute.

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Augsburger Philharmoniker spielen live

Sergei Prokofjews Ballettmusik wird von den Augsburger Philharmonikern in großer Besetzung live gespielt. Die musikalische Leitung übernimmt Ivan Demidov, 1. Kapellmeister am Staatstheater Augsburg. Gemeinsam mit Fernando entschied er sich für eine temporeiche Fassung des dreiaktigen Werks op. 87.

Neue Mitglieder der Kompanie auf der Bühne

Kako Kijima und Soyoka Iwata tanzen abwechselnd Cinderella. Als Prinz sind Thomas Krähenbühl und Álvaro Olmedo zu sehen, die Schuldirektorin wird von Gabriela Finardi beziehungsweise Martina Piacentino verkörpert.

Bei der Inszenierung steht die gesamte 18-köpfige Kompanie auf der Bühne. Anna Korostelova, Kino Luque und Diego Urdangarin treten bei der Premiere erstmals vor das Augsburger Publikum. Korostelova übernimmt im Wechsel mit Tomona Seike die Solorolle der Fee. Ergänzt wird das Ensemble durch die drei Interns Núria Codola Benito, Julie Raiss und Titouan Favre.

Bühne und Kostüme gestaltet Pascal Seibicke. Lieve Vanderschaeve verantwortet das Videodesign, Marco Vitale das Lichtdesign. Die choreografische Assistenz übernehmen Carla Silva und Demis Moretti.

Werkstatt vor der Premiere

Bereits am 19. Oktober 2026 gibt Dramaturgin Tamara Yasmin Quick ab 18.30 Uhr bei einer Werkstatt mit Probenbesuch Einblicke in die Produktion. Tickets dafür kosten sechs Euro. Informationen, Aufführungstermine und Karten sind über die Internetseite des Staatstheaters Augsburg erhältlich.

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