Bundespolizei zieht positive Bilanz nach 16 Tagen Oktoberfest-Einsatz

Alfred Ingerl
4 Minuten Lesezeit

Bundespolizei zieht vorläufig positive Wiesn-Bilanz

Kurz vor dem Ende des 191. Münchner Oktoberfests zieht die Bundespolizei eine vorläufig positive Bilanz ihres 16-tägigen Einsatzes. Trotz des hohen Besucheraufkommens blieb die Lage an den Schwerpunkten im Münchner Bahnbereich insgesamt geordnet. Zu Spitzenzeiten waren bis zu 230 Bundespolizistinnen und Bundespolizisten gleichzeitig im Einsatz.

Im Mittelpunkt standen der Münchner Hauptbahnhof, der Haltepunkt Hackerbrücke und die S-Bahn-Stammstrecke. Besonders während der Hauptzeiten für An- und Abreise zeigte die Bundespolizei dort verstärkt Präsenz. Überfüllungssituationen wurden an den Einsatzschwerpunkten nicht festgestellt.

Nach Angaben der Bundespolizei trug die enge Zusammenarbeit mit der DB Sicherheit, den benachbarten Inspektionen des Polizeipräsidiums München und weiteren Sicherheitspartnern zum geordneten Ablauf bei.

Weniger Straftaten als im Vorjahr

Während des Oktoberfests registrierte die Bundespolizei insgesamt 441 Straftaten. Im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres waren es 482. Damit ging die Zahl um neun Prozent zurück.

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Erfasst wurden 69 Körperverletzungen, im Vorjahr waren es 94. Darunter waren 13 gefährliche Körperverletzungen nach 19 im Vorjahr. Die Zahl der Körperverletzungsdelikte sank damit um rund 27 Prozent.

Mehr Fälle gab es dagegen bei Straftaten gegen Einsatzkräfte. Die Zahl der Widerstände stieg von zehn auf 15, die der tätlichen Angriffe von drei auf sieben. Außerdem registrierte die Bundespolizei eine Sexualstraftat, 61 Diebstähle, 41 Beleidigungen und 70 Sachbeschädigungen.

Insgesamt nahmen die Einsatzkräfte 28 Personen fest oder in Gewahrsam. Zudem sprachen sie 220 Platzverweise aus. In 216 Fällen leisteten sie Erste Hilfe, häufig bei Menschen, die wegen starken Alkoholkonsums Unterstützung benötigten. Bei 106 Streitigkeiten griff die Bundespolizei ein, um Auseinandersetzungen zu beenden oder eine weitere Eskalation zu verhindern.

20 Fälle mit Personen im Gleis

Während der Wiesn mussten die Einsatzkräfte außerdem wiederholt wegen Personen im Gleis ausrücken. Insgesamt wurden 20 entsprechende Fälle registriert. Wegen sieben gefährlicher Eingriffe in den Bahnverkehr leitete die Bundespolizei strafrechtliche Ermittlungen ein.

Ein wichtiger Bestandteil des Einsatzkonzepts war die Kommunikation mit den Besucherinnen und Besuchern. Die Einsatzkräfte gaben Orientierung, erklärten polizeiliche Maßnahmen und standen als Ansprechpartner zur Verfügung. An der Hackerbrücke unterstützten Kommunikationskräfte mit einem Lautsprecherkraftwagen und gezielten Durchsagen.

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“Bei der Wiesn treffen innerhalb kürzester Zeit sehr viele Menschen auf engem Raum zusammen. Da hilft es enorm, wenn unsere Kolleginnen und Kollegen nicht nur präsent sind, sondern die Menschen ansprechen und erklären, was gerade passiert oder warum eine Maßnahme notwendig ist”, sagt der Einsatzleiter der Bundespolizei, Leitender Polizeidirektor Steffen Quaas. “Gute Kommunikation kann viele Situationen entspannen, bevor überhaupt ein Problem entsteht.”

Nach Angaben der Bundespolizei gab es während des Einsatzes zahlreiche positive Rückmeldungen und Gespräche mit Besucherinnen und Besuchern.

Für den Einsatz wurde die Bundespolizeiinspektion München von Kräften aus dem gesamten Bundesgebiet unterstützt. Einsatzleiter Quaas sagte: “Die Wiesn verlangt unseren Kolleginnen und Kollegen 16 Tage lang viel ab. Sie müssen aufmerksam sein, schnell reagieren und gleichzeitig auch dann ruhig und ansprechbar bleiben, wenn es um sie herum laut und voll wird. Genau das haben sie gemacht.”

Sein Dank gilt dabei auch den Unterstützungskräften aus dem gesamten Bundesgebiet: “Ohne diese Unterstützung wäre ein Einsatz dieser Größenordnung nicht zu stemmen. Genauso wichtig ist aber die Zusammenarbeit vor Ort. Wenn jeder seine Aufgabe kennt und wir uns aufeinander verlassen können, funktioniert das auch an Tagen, an denen sehr viel gleichzeitig passiert. Dass wir nach 16 intensiven Wiesntagen eine positive Bilanz ziehen können, ist vor allem das Verdienst der Kolleginnen und Kollegen, die hier Tag für Tag im Einsatz waren.”

Die endgültige Bilanz der Bundespolizei soll nach Abschluss und Auswertung des Oktoberfesteinsatzes vorliegen.

Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

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Alfred Ingerl ist Autor bei Presse Augsburg. Sein Schwerpunkt liegt auf aktuellen Polizeimeldungen und Blaulicht-Nachrichten aus Bayern. Er bereitet Meldungen der bayerischen Polizeipräsidien redaktionell für die Veröffentlichung auf Presse Augsburg auf.