Am 11. November 2026 feiert Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ im Augsburger martini-Park Premiere. Die neue Inszenierung von Aldona Farrugia verbindet das Märchen mit Augsburgs Geschichte als Textilstadt.
Hänsel und Gretel in der Augsburger Textilgeschichte
Die Regisseurin verortet das musikalische Märchen in der Geschichte Augsburgs als Stadt der Textilindustrie. Hänsel und Gretel arbeiten gemeinsam mit ihren Eltern in einer Textilfabrik, bevor ihr Abenteuer im Wald beginnt. Als Inspiration diente Farrugia der historische Färberturm, ein bedeutendes Denkmal der Augsburger Textilwirtschaft.
Das Orchester sitzt sichtbar auf der Bühne und wird Teil des Bühnenraums. Mit Leichtigkeit und spielerischen Elementen richtet sich die Inszenierung an junge und erwachsene Zuschauerinnen und Zuschauer. Auch die Hexe wird nicht ausschließlich als Angstfigur gezeigt, sondern als Theaterfigur, die die Handlung vorantreibt und vor allem junge Zuschauerinnen und Zuschauer einbezieht. Kostüme zwischen historischer Arbeitswelt und Gegenwart prägen die Inszenierung.
Gekürzte Fassung dauert 80 Minuten
Die gekürzte Fassung dauert 80 Minuten und wird ohne Pause gespielt. Die musikalische Leitung übernimmt der zweite Kapellmeister Sebastiaan van Yperen. In den Hauptrollen sind Mitglieder des Opernensembles zu erleben: Natalya Boeva als Hänsel, Jihyun Cecilia Lee als Gretel, Sally du Randt als Hexe, Shin Yeo als Vater und Kate Allen als Mutter.
Die Premiere beginnt am Mittwoch, 11. November 2026, um 10 Uhr im martini-Park. Für Aldona Farrugia ist die Produktion die erste Inszenierung am Staatstheater Augsburg. Die Regisseurin, Kulturmanagerin und Dozentin für Szenischen Unterricht an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar arbeitete zuvor unter anderem an der Oper Köln, am Theater Erfurt, an der Oper Bonn, am Mainfrankentheater Würzburg und am Staatstheater Meiningen.

