Neues Grabfeld für Sternenkinder in Memmingen gesegnet

Presse Augsburg
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Auf dem Waldfriedhof in Memmingen ist das neu gestaltete und erweiterte Grabfeld für Sternenkinder gesegnet worden. Der Erinnerungsort beim Weißen Engel wurde vom Verein Sternenkinder Memmingen gemeinsam mit dem Klinikum Memmingen und dem städtischen Garten- und Friedhofsamt neu gestaltet. Unterstützt wurde das Projekt von zahlreichen Sponsoren und durch viele Einzelspenden.

Erinnerungsort für betroffene Familien

Sternenkinder sind Kinder, die vor, während oder kurz nach der Geburt versterben. Das Grabfeld bietet Familien Raum zum Trauern, Erinnern und Verweilen. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher dankte den Ehrenamtlichen des Vereins, dem Klinikum Memmingen sowie dem Amt für Stadtgrün und Friedhöfe für die Neugestaltung des zeitgemäßen Bestattungs- und Erinnerungsortes.

Im Mittelpunkt stehen farbige Glaskugeln, in die Eltern den Namen ihres verstorbenen Kindes eingravieren lassen können. Bei der Beisetzung wird die Kugel in eine Kugelstele eingesetzt. Dort bleibt sie ein Jahr, bevor die Familie sie mit nach Hause nehmen kann.

Stele aus Muschelkalk und Kugelbahn

Gestaltet wurde das Grabfeld von der Bildhauerin Lioba Abrell. Die Kugel symbolisiere Unendlichkeit sowie die Überwindung von Zeit und Raum, erklärte sie. In einer Stele aus Muschelkalk greift eine konkave Mulde die Kugelform auf. Sie steht symbolisch für den Platz, den das Kind im Leben seiner Familie behält. Eine horizontale Nut symbolisiert den tiefen Einschnitt durch den Verlust und geht in den Schriftzug „In Liebe“ über.

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Sitzbänke, Bepflanzung und eine Kugelbahn aus Muschelkalk ergänzen den geschützten Erinnerungsraum. Die Kugelbahn ist auch für Geschwisterkinder gedacht.

Sternenkinder werden in Memmingen seit den 1990er Jahren bestattet

In Memmingen werden Sternenkinder bereits seit den 1990er Jahren bestattet. Die Planungen für die Neugestaltung und Erweiterung des inzwischen in die Jahre gekommenen Grabfeldes begannen 2024. Vereinsvorsitzende Sonja Schalk und ihre Stellvertreterin Stephanie Weißfloch dankten den Unterstützern.

Das Grabfeld wurde von Diakon Winfried Eichele, dem Leiter der katholischen Klinikseelsorge, und Pfarrer Matthias Striebeck gesegnet. Bei der Eröffnung betonte Staatsminister a. D. Klaus Holetschek, Trauer müsse sichtbar gemacht werden und zeigen, dass Menschen nicht vergessen seien.

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