Anhängerkupplung fürs Auto: Tipps zur Auswahl und zum Kauf

Eine Anhängerkupplung ist ein praktisches Zubehör, das Autofahrer in unterschiedlichsten Situationen zu schätzen wissen. Doch angesichts der zahlreichen Varianten, die am Markt erhältlich sind, fällt die Entscheidung für ein bestimmtes Modell oft nicht leicht. Die folgenden Tipps helfen bei der Auswahl und beim Kauf, sodass jeder für sich das Modell findet, das für die zu erwartenden Anforderungen am besten geeignet ist.

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Wer einen Anhänger wie diesen ziehen möchte, braucht als passendes Gegenstück eine Anhängerkupplung am Fahrzeug | Foto: Pixabay

Wie oft und wofür wird die Anhängerkupplung benötigt?

Zunächst einmal gilt es zu überlegen, wie häufig und für welche Zwecke eine Anhängerkupplung im konkreten Einzelfall vermutlich gebraucht wird. Im Unterschied zu Fahrern, die beruflich jeden Tag unterwegs sind und dabei regelmäßig Anhänger zu transportieren haben, gehen die Anforderungen im privaten Bereich weit auseinander. In einigen Fällen wird nur gelegentlich ein Anhänger verwendet, um Bau- oder Gartenmaterial zu transportieren, andere Fahrer sind häufig mit ihrem Caravan unterwegs und brauchen die Anhängerkupplung vor allem für diesen Zweck, und Dritte wiederum verwenden sie gar nicht für Anhänger, sondern beispielsweise für die Befestigung von Fahrradträgern. Wer sich nicht dem mit Bahnreisen verbundenen Stress, beispielsweise durch häufige Zugausfälle, Verspätungen oder Streiks, aussetzen und auch nicht die komplette Strecke bis zum Urlaubsort mit dem Fahrrad fahren möchte, hat beim Vorhandensein einer Anhängerkupplung die Möglichkeit, darauf einen schnell und unkompliziert zu handhabenden Fahrradträger zu montieren. Je nachdem, welche Nutzungsart und -häufigkeit am wahrscheinlichsten ist, kommen dafür unterschiedliche Arten von Anhängerkupplungen infrage. Das Spektrum reicht von dauerhaft montierten, starren Kupplungen über solche, die bei Nichtgebrauch zur Seite geschwenkt werden können, bis hin zu abnehmbaren Modellen. Jede dieser unterschiedlichen Lösungen hat bestimmte Eigenschaften, die sich beim praktischen Einsatz als vorteilhaft oder nachteilig erweisen können. Wer regelmäßig große und schwere Anhänger transportieren möchte, sollte sich am besten für eine robuste, fest installierte Anhängerkupplung entscheiden und auch nicht versäumen zu prüfen, ob für den betreffenden Anhänger eventuell eine zusätzliche Eintragung im Führerschein erforderlich ist.

Vor- und Nachteile verschiedener Anhängerkupplungen

Eine dauerhaft installierte, starre Anhängerkupplung ist in der Regel die kostengünstigste und auch robusteste Variante. Wenn gerade kein Wohnwagen gezogen wird, ist beim Einparken und Rückwärtsfahren jedoch stets zu bedenken, dass das Fahrzeug nach hinten einige Zentimeter länger ist als ohne Kupplung. Fährt man unbeabsichtigt rückwärts gegen eine Wand, kann das für das Fahrzeug sogar einen gewissen Schutz darstellen. Trifft die Kupplung jedoch auf ein anderes Fahrzeug, beispielsweise bei einem Auffahrunfall, dann ist der Schaden an dem anderen Fahrzeug in der Regel größer als in den Fällen, in denen der Stoßfänger den Aufprall aufnimmt. Eine schwenkbare oder abnehmbare Anhängerkupplung hat diese Eigenschaften nicht, sofern sie bei Nichtgebrauch zur Seite geschwenkt oder ganz abgenommen wird. Doch unabhängig davon, welches Modell letztlich gewählt wird, müssen in jedem Fall die technischen Parameter sorgfältig geprüft und verglichen werden, insbesondere natürlich die maximale Anhängelast. Die genaue Einhaltung aller relevanten Vorschriften für die Montage und die Verwendung einer Anhängerkupplung ist einerseits wichtig, um Bußgelder zu vermeiden, andererseits ist sie auch eine unabdingbare Voraussetzung für das Bestehen des Versicherungsschutzes. Denn wie bei anderen An- oder Umbauten am Fahrzeug, gilt auch für Anhängerkupplungen, dass Risiken nur bei ordnungsgemäßer Montage und Verwendung versichert sind.