Die Bahnstrecke zwischen Augsburg-Hochzoll und Dasing bleibt über Mitte November hinaus gesperrt. Zusätzliche Wassermengen im Baubereich am Bahnhof Friedberg und fehlender versickerungsfähiger Boden in größerer Tiefe verzögern die Arbeiten.
Nach weiteren Untersuchungen sind zusätzliche Bohrungen erforderlich, um geeignete Bodenschichten für die Versickerung zu finden. Deshalb muss die Entwässerungsplanung erneut angepasst werden. Wann der Zugverkehr wieder aufgenommen werden kann, steht derzeit noch nicht fest.
Entwässerung hat zunächst Vorrang
Die Deutsche Bahn, die zuständigen Behörden, die Stadt und die Stadtwerke prüfen parallel weitere Möglichkeiten, das Wasser abzuleiten. Wegen der engen Platzverhältnisse müssen zunächst die Tiefbau- und Entwässerungsarbeiten abgeschlossen werden. Erst danach können der Gleisbau sowie die Leit- und Sicherungstechnik fertiggestellt werden.
Für die Wiederinbetriebnahme sind anschließend weitere Prüfungen, Genehmigungen und Abnahmen notwendig. Arbeiten für den barrierefreien Ausbau und an den Bahnsteigen sollen nach der Wiederaufnahme des Zugverkehrs abgeschlossen werden.
Tomaschko fordert schnelle Lösung
Der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko steht nach eigenen Angaben mit der Deutschen Bahn im Austausch und drängt darauf, die notwendigen Arbeiten und Abstimmungen schnell voranzubringen. Die erneute Verlängerung der Sperrung sei für die Pendlerinnen und Pendler im Landkreis Aichach-Friedberg eine erhebliche Belastung, erklärte Tomaschko. Zugleich habe er Verständnis dafür, dass die Bahn bei unerwarteten Schwierigkeiten eine technisch tragfähige Lösung finden müsse.
„Gleichzeitig erwarte ich, dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Arbeiten zügig voranzubringen und den Zugverkehr schnellstmöglich wieder aufzunehmen“, betonte Tomaschko. Er wolle weiter mit der Bahn im Gespräch bleiben und auf eine verlässliche Perspektive für die Fahrgäste drängen.
Die Bahn will einen neuen Termin erst nennen, wenn dieser belastbar eingehalten werden kann.

