Fünf europäische Länder sicher: Nawalny wurde vergiftet

Presse Augsburg
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Jetzt bekommt der Fall eine neue, brisante Wendung: Der russische Oppositionsführer Alexej Nawalny soll durch Gift ums Leben gekommen sein. Nach Informationen des DER SPIEGEL wollen fünf europäische Staaten am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz eine gemeinsame Erklärung abgeben. Ihr Befund: Nawalny wurde vergiftet!

Giftstoff in Gewebeproben entdeckt

In Gewebeproben des Kreml-Kritikers sei das hochtoxische Gift Epibatidin nachgewiesen worden. Der Stoff kommt natürlicherweise in südamerikanischen Pfeilgiftfröschen vor und wirkt bereits in kleinsten Mengen tödlich.

Zum Zeitpunkt seines Todes befand sich Nawalny in einem Strafgefangenenlager in Charp. Nach Einschätzung der beteiligten Staaten komme deshalb „nur ein gezielter Giftanschlag durch staatliche Stellen“ infrage.

Tod im Straflager

Nawalny starb am 15. oder 16. Februar 2024 unter bis heute nicht vollständig geklärten Umständen. Die russischen Behörden hatten zunächst von „plötzlichem Unwohlsein“ gesprochen. Internationale Beobachter äußerten früh Zweifel an dieser Darstellung.

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Der Oppositionelle galt als schärfster innenpolitischer Gegner von Kremlchef Wladimir Putin. Bereits 2020 hatte ein Giftanschlag mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok weltweit für Empörung gesorgt.

Internationale Reaktionen erwartet

Die angekündigte Erklärung der fünf europäischen Länder dürfte neue diplomatische Spannungen auslösen. Beobachter rechnen mit scharfer Kritik an Moskau und möglichen weiteren Sanktionen.

 

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Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.