Nur wenige Tage nach einem tödlichen Unfall in Karlshuld ereignete sich am Mittwochnachmittag ein weiterer schwerer Verkehrsunfall mit einem Kind in Oberbayern. Ein 9-jähriges Mädchen wurde lebensgefährlich verletzt, nachdem es mit seinem Fahrrad plötzlich von einer Hofeinfahrt auf die Straße fuhr und dort von einem herannahenden Auto erfasst wurde.
Der tragische Vorfall ereignete sich gegen 15:30 Uhr am Ortseingang von Langenmosen in Fahrtrichtung Schrobenhausen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei fuhr das Kind völlig unvermittelt auf die Fahrbahn. Der Fahrer eines VW Busses hatte keine Möglichkeit mehr, rechtzeitig zu bremsen oder auszuweichen – die Kollision war nicht mehr zu verhindern.
Das Mädchen wurde bei dem Zusammenstoß schwerst verletzt. Ein alarmierter Rettungshubschrauber brachte das Kind umgehend in ein nahegelegenes Klinikum. Über ihren aktuellen Gesundheitszustand ist bislang nichts Näheres bekannt, es besteht jedoch Lebensgefahr.
Der 42-jährige Autofahrer blieb körperlich unverletzt, erlitt jedoch einen schweren Schock. Er wurde noch an der Unfallstelle durch die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) betreut.
Die Straße war während der Unfallaufnahme für mehrere Stunden gesperrt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter zur Klärung des genauen Unfallhergangs hinzugezogen.
Erst am vergangenen Wochenende kam es in der nahegelegenen Gemeinde Karlshuld zu einem tragischen Unfall, bei dem ein 9-jähriger Junge ums Leben kam. Er war auf einem E-Scooter unterwegs, als er von einem Auto erfasst wurde. Trotz sofortiger medizinischer Versorgung erlag er seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus.
Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer – insbesondere in Wohngebieten – stets mit unvorhersehbarem Verhalten von Kindern zu rechnen und besonders achtsam zu fahren.



