Gute Aussichten für die Augsburger Kahnfahrt? Interimslösung für 2026 geplant

Presse Augsburg
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Foto: Wolfgang Czech

Die Saison der Kahnfahrt ist beendet – und für die kommenden Jahre gibt es erfreuliche Neuigkeiten: Ein zweiter Fluchtweg wurde gefunden, die Gastronomiefläche wird erweitert und der Betrieb im Jahr 2025 verlief zur Zufriedenheit der Verantwortlichen.

Die Augsburger Kahnfahrt bleibt ein beliebtes Ziel für Erholungssuchende. Nach einer wetterbedingt wechselhaften, aber dennoch erfolgreichen Saison wird nun die Grundlage für die weitere Entwicklung des Areals gelegt. Der neu gefundene Rettungsweg war ein wichtiger Baustein dafür. Er wurde in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege und den angrenzenden Grundstückseigentümern geplant. Um die Zukunft der Augsburger Kahnfahrt nachhaltig zu gestalten, sollen auch umweltfreundliche Initiativen und Angebote für Besucher entwickelt werden. Darüber hinaus wird ein Konzept erarbeitet, das die Integration kultureller Veranstaltungen fördert und somit die Attraktivität des Gebiets weiter steigert, was ebenfalls entscheidend für die Zukunft der Augsburger Kahnfahrt ist. Zusätzlich wird angestrebt, die Angebote rund um die Kahnfahrt auszubauen, um noch mehr Besuchern die Möglichkeit zu geben, Naturabenteuer in Augsburg erleben. Dazu zählen unter anderem geführte Touren, Ausstellungen über die Flora und Fauna der Region sowie spannende Aktivitäten für Familien. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, das gesamte Erlebnis für Erholungssuchende zu bereichern und die Attraktivität des Areals zu steigern.

Geplant ist, einen Durchbruch in der Stadtmauer zu schaffen. Der neue Weg führt künftig über ein benachbartes Grundstück zur Riedlerstraße und schafft so die notwendige Fluchtmöglichkeit. Die entsprechenden Verträge sind bereits unterzeichnet. Der Baubeginn ist noch für dieses Jahr vorgesehen. Bis zur neuen Saison im April 2026 soll der Rettungsweg fertiggestellt sein.

Erweiterte Gastroflächen und optimierte Abläufe

Für das Jahr 2026 ist eine Interimslösung geplant, um den Betrieb weiter zu verbessern: Die Gastronomieflächen werden vergrößert, die Kioske neu angeordnet. Damit sollen die Betriebsabläufe effizienter gestaltet werden.

Perspektive ab 2027: Mehr Sitzplätze und neue Struktur

Parallel dazu wird bereits an der langfristigen Umgestaltung gearbeitet. Ab 2027 soll die Kahnfahrt in neuer Form starten. Die Anzahl der Sitzplätze soll von derzeit 60 auf rund 160 steigen. Der Baubeginn für die dauerhafte Lösung ist für Herbst 2026 vorgesehen.

Wirtschaftsreferent Dr. Wolfgang Hübschle betont:

„Mit der gefundenen Lösung für den zweiten Rettungsweg und dem klaren Zeitplan für die nächsten Schritte senden wir ein starkes Signal für die Zukunft der Kahnfahrt. Wir schaffen die Voraussetzungen für einen sicheren und attraktiven Veranstaltungsort – sowohl kurzfristig mit der Interimslösung für 2026 als auch langfristig mit der ‚neuen‘ Kahnfahrt ab 2027.“

Rückblick: Saison 2025 trotz Einschränkungen erfolgreich

Trotz eingeschränkter Platzkapazitäten und wechselhaftem Wetter zeigte sich Dr. Hübschle zufrieden mit der Saison:

„Es ist sehr erfreulich, dass es gelungen ist, die Kahnfahrt inklusive Bootsverleih und Gastro-Angebot auch heuer in einer Übergangsphase anzubieten und trotz begrenzter Rahmenbedingungen ein attraktives Angebot zu schaffen.“

Auch Tourismusdirektor Götz Beck zieht eine positive Bilanz. Das Angebot rund um die Kahnfahrt wurde gezielt erweitert – etwa durch Stadtführungen, die Öffnung des St. Jakob-Wasserturms in Kooperation mit dem Freiwilligen-Zentrum sowie den von der Altaugsburggesellschaft betreuten Fünfgratturm.

„Die Kahnfahrt ist ein Aushängeschild und kann zu einem Leuchtturm-Projekt für Augsburg werden“, so Beck.

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