Politische Versammlungen in Nürnberg: Polizei trennt Lager und verhindert Störungen

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Am Montagabend, dem 11. Mai 2026, fanden in Nürnberg mehrere politische Versammlungen statt. Die Polizei sorgte dafür, dass die verschiedenen politischen Gruppierungen getrennt blieben und die Veranstaltungen größtenteils störungsfrei verliefen.

Gegensätzliche Versammlungen in Nürnberg

Gegen 18:00 Uhr versammelten sich am Willy-Prölß-Platz bis zu 55 Personen unter dem Motto „Die Regierung zerstört unser Land – Wer sich auf die kommunistische Einheitsfront einlässt, geht daran zugrunde!“. Zur selben Zeit bildeten sich in der Nähe mehrere Gegenproteste mit etwa 150 Teilnehmern. Um die Gruppen zu trennen, setzte die Polizei Sperrgitter ein.

Blockadeaktionen stören Demonstrationszug

Etwa um 19:15 Uhr begann die zuerst genannte Versammlung mit einem Demonstrationszug durch die Nürnberger Innenstadt. Zahlreiche Gegendemonstranten nahmen ebenfalls an den Gegenaufzügen teil. Während des Zuges kam es auf der Königstraße zu einer Blockadeaktion seitens der Gegendemonstranten, die den Weg blockierten, indem sie sich niederließen. Diese Blockade konnte umgangen werden. Eine ähnliche Aktion fand kurz darauf wieder am Willy-Prölß-Platz statt. Die Polizei klassifizierte diese Aktionen als Versammlungen und sprach mit den Teilnehmern, forderte sie jedoch mehrfach auf, die Blockade zu beenden. Da die Demonstranten nicht reagierten, wurden mehrere Personen von der Polizei entfernt. Kurz vor dem Ende der Versammlung wurde eine Person zur Identitätsfeststellung abgeführt.

Polizei übernimmt Ermittlungen

Gegen 21:30 Uhr wurden die Versammlungen von den jeweiligen Leitern für beendet erklärt. Die Kriminalpolizei Nürnberg prüft nun, ob es im Zusammenhang mit den Versammlungen zu weiteren Verstößen kam und hat die Ermittlungen zu möglichen Straftaten aufgenommen.

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Die Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte wurden dabei von der Polizeiinspektion Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken, der Bayerischen Bereitschaftspolizei, der Nürnberger Verkehrspolizei sowie der Kriminalpolizei Nürnberg unterstützt.

Erstellt durch: Michael Sebald

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.