Über das Ratsbegehren und den Bürgerentscheid haben die Wahlberechtigten der Stadt Gersthofen am 7. April 2024 entschieden. Der Bürgerentscheid 1 „Erhalt der Bahnhofstraße für den Straßenverkehr“ wurde mit „Ja“ entschieden, der Bürgerentscheid 2 (Ratsbegehren) wurde mit „Nein“ entschieden.
Von 17.027 Stimmberechtigten haben 8.844 abgestimmt, was einer Wahlbeteiligung von knapp 52% entspricht. „Ich finde es schade, dass sich fast die Hälfte der Gersthoferinnen und Gersthofer nicht für die Innenstadtentwicklung zu interessieren scheint. Unter 50% gültige Stimmen finde ich für ein Thema, das die Stadt eigentlich seit 15 Jahren bewegt doch wenig. Und das obwohl wir eine große Informationskampagne gemacht haben“, so Michael Wörle, Erster Bürgermeister der Stadt Gersthofen. Die Bürger, die abgestimmt hatten, hatten sich deutlich positioniert. Für den Erhalt der Bahnhofstraße für den Straßenverkehr hatte es 5879 gültige Stimmen gegeben, 2180 waren dagegen abgegeben.
Bürgerentscheide in Gersthofen | Mehrheit stimmt für Erhalt der Bahnhofstraße für den Straßenverkehr
So geht es nun im “Herzen” weiter
Das prämierte Konzept des Grünen Herzens wird mit einer Einschränkung umgesetzt: Die Bahnhofstraße bleibt für den motorisierten Individualverkehr (MIV) offen. Dies ist von der Bürgerschaft gewollt, die mehrheitlich für den Bürgerentscheid 1 gestimmt hat.
„Wir akzeptieren selbstverständlich das Ergebnis des Bürgerbegehrens. Das ist ein demokratischer Prozess und wir werden das Ergebnis in den weiteren Planungen berücksichtigen. Im Fokus stand allerdings vor allem der Verkehr und weniger das Gesamtkonzept des Grünen Herzens. Wir wissen jetzt, die Bahnhofstraße bleibt auf und wir werden mit den Fachplanern und Planerinnen das Konzept des Grünen Herzens weiterentwickeln. Es gibt bestehende Beschlüsse zur Entwicklung des Rathausplatzes und der Potenzialfläche und diese werden natürlich weiterverfolgt“, so Michael Wörle.
Die geplanten Einzelmaßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Fahrradstraße werden wie geplant noch in diesem Jahr konkretisiert und anschließend umgesetzt.„Für die Stadt würde ich mir wünschen, dass künftig Entscheidungen getroffen werden, die auf sachlichen Informationen beruhen. Die Vertreter des Bürgerbegehrens haben leider mit Unwahrheiten gearbeitet“, so Michael Wörle.

