Theaterprojekt “Entscheidungen” sensibilisiert Kulmbacher Schüler für Suchtprävention

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Die Uraufführung des Theaterstücks “Entscheidungen” fand am Mittwoch, dem 6. Mai, in der Dr. Stammberger-Halle in Kulmbach statt. Das Stück ist das Ergebnis eines Gemeinschaftsprojekts der Polizei Oberfranken, der Naturbühne Trebgast und des Caspar-Vischer-Gymnasiums in Kulmbach. Ziel ist es, Jugendliche für die Gefahren von Alkohol und Rauchen zu sensibilisieren und sie zu stärken, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger zu agieren.

Suchtprävention im Fokus

Suchtprävention ist ein zentrales Anliegen der Polizei und bereits im Lehrplan verankert, was für Schulen von Interesse ist. Die Initiatorin Anja Dechant-Sundby und der polizeiliche Präventionsberater Jochen Bergmann entwickelten die Idee weiter und gewannen das Caspar-Vischer-Gymnasium und die Theaterpädagogin Lena Scholle für das Projekt.

Während einer Projektwoche erhielten die Schüler der Klasse 7a Einblicke in die Thematik, reflektierten ihre eigenen Gedanken und schrieben kreative Texte. Die daraus entstandenen Materialien bildeten die Grundlage für das Theaterstück.

Authentische Darstellung und große Resonanz

Das Theaterstück wurde von Lena Scholle und dem Team der Naturbühne entwickelt und von Regisseur Lukas Reinsch inszeniert. Die Schauspieler Philipp Rahn und Nadja Schimonsky, beide unter 30 Jahre alt, verkörperten Jugendliche in verschiedenen Lebenssituationen, die mit Alkohol und Rauchen konfrontiert werden.

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Dabei ergänzten Zitate und Erzählungen der Jugendlichen das Spiel, verdeutlichten die Zwänge des Gruppenzwangs und die Herausforderungen im Umgang mit Suchtmitteln. Die Aufführung zeigte deutlich die Auswirkungen von Sucht und regte zum Nachdenken an.

Theaterstück soll weiter Schüler sensibilisieren

Die Premiere von “Entscheidungen” bewegte das Publikum tief. Auch die Klasse 7a stand am Ende gemeinsam mit den Schauspielern auf der Bühne und erhielt viel Applaus. Das Stück wird nun auf Reise gehen und kann von Schulen gebucht werden, um mehr Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, die Aufführung zu erleben.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.