Tödlicher Unfall zwischen Güterzügen in Milbertshofen: Ein Rangierbegleiter stirbt

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Am Samstag, den 20. Juni 2026, ereignete sich gegen 01:40 Uhr ein schwerer Unfall zwischen zwei Güterzügen auf einer Bahnüberführung im Bereich der Schleißheimer Straße in Milbertshofen. Eine Person erlitt tödliche Verletzungen.

Zugkollision bei Rangierfahrt

Nach bisherigen Erkenntnissen befanden sich zwei Güterzüge während einer Rangierfahrt auf parallelen Gleisen in entgegengesetzter Fahrtrichtung. Ein Zug, gelenkt von einem 28-jährigen aus Nordrhein-Westfalen, fuhr in westliche Richtung von Freimann aus. Der andere Zug, geschoben von einem 30-jährigen Deutschen aus Schwaben, bewegte sich von Moosach in östliche Richtung. Beide Züge umfassten die Lokomotive und etwa 25 Wagen mit einer Gesamtlänge von etwa 700 Metern. An der Weichenverbindung auf der Bahnüberführung kam es zum Unglück: Der Zug des 30-Jährigen wurde plötzlich auf das Gleis des anderen Zuges geleitet und prallte frontal mit dem mittleren Teil des Zuges des 28-Jährigen zusammen.

Tragisches Unglück führt zu Gleissperrungen

Im Zuge des Aufpralls entgleisten mehrere Waggons, zwei davon gerieten über ein Brückengeländer und stürzten auf die Fahrbahn der Schleißheimer Straße. Der 46-jährige Rangierbegleiter, der sich auf einem Trittbrett am vorderen Wagen des Zuges aus Moosach befand, wurde bei der Kollision tödlich verletzt. Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Gutachter von der Staatsanwaltschaft hinzugezogen. Beide Lokführer wurden nach dem Vorfall durch ein Kriseninterventionsteam betreut.

Verkehrsbehinderungen und laufende Ermittlungen

Seit etwa 01:45 Uhr sind die betroffenen Güterzuggleise gesperrt, der Personenverkehr bleibt jedoch ungestört. Die Schleißheimer Straße ist im Unfallbereich derzeit in beiden Richtungen blockiert. Die Münchner Verkehrspolizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.