Am Samstag, dem 20. Juni 2026, ereignete sich gegen 01:40 Uhr ein schwerer Zugunfall auf einer Bahnüberführung im Bereich der Schleißheimer Straße in Milbertshofen.
Kollision zwei verkehrender Güterzüge
Nach bisherigen Ermittlungen befuhren zwei Güterzüge bei Rangierfahrten in entgegengesetzter Richtung unterschiedliche Gleise. Ein Zug kam aus Freimann und bewegte sich westwärts, gesteuert von einem 28-jährigen Lokführer aus Nordrhein-Westfalen. Der andere Zug fuhr aus Moosach ostwärts, geschoben von einem 30-jährigen Lokführer aus Schwaben. An der Unfallstelle trafen die Gleise durch eine Weichenverbindung aufeinander, wodurch der aus Moosach kommende Zug auf das Gleis des anderen Zugs geleitet wurde und frontal auf die Mitte des Zuges des 28-Jährigen prallte.
Verheerende Folgen des Zusammenstoßes
Durch den Aufprall entgleisten mehrere Waggons beider Züge. Zwei Waggons des ostwärts fahrenden Zuges wurden so stark aus dem Gleis gehoben, dass sie über das Brückengeländer auf die Straße stürzten. Bei dem Unfall wurde ein 46-jähriger Rangierbegleiter, der auf dem vorderen Wagen des moosacher Zuges war, tödlich verletzt.
Ermittlungen und Verkehrsbeeinträchtigungen
Die Staatsanwaltschaft hat einen Gutachter zur Klärung der Unfallursache hinzugezogen. Beide beteiligten Lokführer erhielten vor Ort Unterstützung von einem Kriseninterventionsteam. Der betroffene Gleisabschnitt ist seit etwa 01:45 Uhr für den Verkehr gesperrt, jedoch bleibt der Personenverkehr unberührt, da es sich um Gütergleise handelt. Die Schleißheimer Straße ist im Bereich der Unfallstelle in beiden Richtungen gesperrt.
Die Untersuchungen zum Unfallhergang werden von der Münchner Verkehrspolizei durchgeführt.

