Kempten: Zwei Müllhäuser in Vollbrand – Kinder flüchten, schnelle Löschung durch Privatpersonen verhindert größeren Schaden

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

KEMPTEN IM ALLGÄU. Am Samstag, den 20. Juni 2026, ereignete sich ein Brand in der Breslauer Straße in Kempten, bei dem zwei größere Müllhäuser zerstört wurden. Die betroffenen Holzgebäude, die Teil eines Mehrparteienkomplexes waren, dienten als gemeinschaftlicher Müllraum und umfassten auch diverse Lagerräume.

Ungewöhnliche Rettungsaktion durch Privatpersonen

Ein aufmerksamer Passant entdeckte gegen 10:00 Uhr weißen Rauch, der aus dem Dach eines der Gebäude aufstieg. Vorher hatte er beobachtet, wie zwei Kinder den Bereich zügig auf Tretrollern verließen. Ein zufällig anwesender Polizeibeamter der PI Kempten bemerkte die Rufe des Zeugen. Zusammen mit Bekannten, die auf einem benachbarten Grundstück waren, begannen sie die Löscharbeiten. Dank eines privaten, älteren Feuerwehrautos mit intakter Ausrüstung und einem nahegelegenen Hydranten konnten die Privatpersonen das Feuer eindämmen, bis die Feuerwehren aus Sankt Mang und Kempten eintrafen.

Großeinsatz der Rettungskräfte

Durch das schnelle Eingreifen konnte ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Gebäude verhindert werden. Dennoch gerieten die beiden Holzhäuser schnell in Vollbrand und wurden vollständig zerstört. Die Hitze führte teilweise zum Zerbersten von Fensterscheiben an nahegelegenen Bauten, doch glücklicherweise blieben alle Wohnungen bewohnbar und es gab keine Verletzten. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 70.000 Euro geschätzt.

Rund 70 Feuerwehrkräfte aus Sankt Mang und Kempten sowie etwa 80 Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Ermittlungen zur brandursache werden von der Kriminalpolizeiinspektion Kempten übernommen. Zeugen, die zwischen 09:00 Uhr und 10:00 Uhr verdächtige Beobachtungen in der Breslauer Straße gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Kempten unter der Telefonnummer 0831/99090 zu melden.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.