Falsche Handwerker und Stadtwerksmitarbeiter verschaffen sich Zutritt zu Wohnungen
Im Bereich Mittelfranken kam es in den vergangenen Tagen mehrfach zu Fällen, in denen sich Täter als Mitarbeiter von Stadtwerken oder als Handwerker ausgaben, um so Zutritt zu Wohnungen zu erlangen und dort Wertsachen zu stehlen. Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Masche und bittet die Bevölkerung um erhöhte Vorsicht.
Mehrere Taten nach ähnlichem Muster
In Gunzenhausen klingelten am 12. August zwei Männer in der Waldstraße und gaben an, Zählerstände ablesen zu müssen. Während der Unterhaltung schlich sich einer der Männer unbemerkt an der Bewohnerin vorbei in die Wohnung, der zweite lenkte sie ab. Die Frau bemerkte daraufhin, wie einer der Täter Schmuck aus Schatullen entwendete. Beide flüchteten mit dem Diebesgut. Die Polizei beschreibt einen der Täter als männlich, etwa 25 bis 35 Jahre alt, mit osteuropäischer Erscheinung, lockigen schwarzen Haaren, schwarzem T-Shirt und gelber Weste.
Bereits am 11. August meldete eine 69-jährige Bewohnerin in Ansbach, dass zwei angebliche Mitarbeiter der Stadtwerke unangekündigt erschienen seien. Sie ließ die Männer in die Wohnung und zeigte ihnen die Heizkörper. Erst nach deren Weggang kamen ihr Zweifel an deren Identität; jedoch konnte sie keinen Diebstahl feststellen.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich am 12. August im Nürnberger Osten. Ein Mann klingelte gegen 09:30 Uhr, gab an, das Wasser kontrollieren zu müssen, und hielt sich rund zehn Minuten im Bad auf. Währenddessen betrat offenbar ein zweiter Unbekannter die Wohnung und entwendete einen größeren Geldbetrag, bevor er die Wohnung wieder verließ.
Polizei gibt Verhaltenshinweise
Das Polizeipräsidium Mittelfranken warnt ausdrücklich vor dieser Masche und gibt konkrete Empfehlungen: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe. Zögern Sie nicht, die Polizei zu verständigen, wenn Ihnen Fremde im Gebäude verdächtig vorkommen. Vereinbaren Sie Besuche unbekannter Personen nach Möglichkeit auf einen späteren Zeitpunkt und ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.
Die Polizei rät außerdem, nur Mitarbeitende von Handwerksbetrieben oder der Hausverwaltung in die Wohnung zu lassen, die Sie selbst bestellt haben oder die von Ihrer Hausverwaltung angekündigt wurden; das gilt ebenso für vermeintliche Mitarbeiter der Stadtwerke oder Ableser von Gas- und Stromzählern. Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie diesen sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Im Zweifel sollten Sie die zuständige Behörde vor dem Einlass anrufen und die Telefonnummer selbst heraussuchen.
Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

