Augsburger Panther kassieren deutliche Niederlage gegen Spitzenreiter Straubing

Dominik Mesch
6 Minuten Lesezeit
Die Augsburger Panther kamen gegen Straubing deutlich ins Stolpern | Foto: Dunja Dietrich

Zurück aus der Länderspielpause erlebten die Augsburger Panther einen bitteren Heimspielabend. Im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion setzte es gegen Spitzenreiter Straubing eine deutliche 4:9-Pleite. Die Niederlage der Augsburger Panther war besonders schmerzhaft, da sie vor heimischem Publikum spielten und die Fans sich auf einen spannenden Abend gefreut hatten. Trotz einiger vielversprechender Spielzüge konnte das Team nie richtig ins Spiel finden und wurde von den Straubingern gnadenlos ausgekontert. Diese Niederlage wirft Fragen zur aktuellen Form der Mannschaft auf und macht deutlich, dass noch viel Arbeit vor ihnen liegt. In dieser Partie waren die Augsburger Panther im Heimspiel schwach und fanden kein Mittel gegen die angriffslustige Spielweise der Straubinger. Die defensive Unsicherheit und das mangelnde Zusammenspiel machten es den Gästen leicht, die Führung auszubauen. Besonders ärgerlich war die Tatsache, dass die Fans leidenschaftlich hinter ihrem Team standen, doch die Augsburger Panther konnten diese Unterstützung nicht in eine Leistungssteigerung ummünzen.

Nach der Länderspielpause bekamen es die Augsburger Panther im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion mit dem Tabellenführer aus Straubing zu tun. Nach einer starken Startphase des AEV stellten die Gäste unter Beweis, warum sie aktuell ganz oben stehen. Während die Panther aus teils sehr guten Situationen zu wenig Kapital schlagen konnten, nutzten die Tigers ihre Chancen eiskalt aus. Halloran (12.) und wenig später Allison, nach einem Fehlpass des Augsburger Captains Renner (14.), brachten die Niederbayern in Front. Trotz des Rückstands zeigten die Augsburger Panther im Aufwind eine starke Moral und kämpften um jeden Puck. Besonders in der zweiten Drittelpause wurden sie vom eigenen Publikum lautstark angefeuert, was ihnen zusätzlichen Antrieb gab. Es war spürbar, dass die Panther fest entschlossen waren, das Spiel noch zu drehen und sich nicht kampflos geschlagen zu geben.

Schon vor der ersten Pause wird es deutlich

Doch dabei sollte es bei weitem nicht bleiben. Zwar konnte Grenier mit einem feinen Sololauf die Hausherren zwischenzeitlich auf 1:2 heranbringen, zwei abenteuerliche Defensivaktionen später stand zur ersten Pause jedoch ein 1:4 auf dem Videowürfel. McKenzie nach einem weiteren Fehlpass und Scott 1,3 Sekunden vor der Sirene, nach einem missglückten Ausflug des alleingelassenen Torhüters Jones, hatten für die Niederbayern nachgelegt.

Greniers Treffer zum 1:2 war nur ein kurzes Zwischenhoch | Foto: Dunja Dietrich

Straubing nützt Augsburger Fehler weiter aus

Als wäre die Stimmung im rappelvollen Gästeblock nicht ohnehin schon brodelnd gut gewesen, ließ Kapitän Marcel Brandt den blau-weißen Anhang endgültig ausrasten. Kurz vor der Augsburger Zone eroberte er die Scheibe, die er anschließend mit dem „Dampfhammer“ ins Tor hinter Peyton Jones nagelte (23.). „Spitzenreiter! Spitzenreiter!“-Rufe aus der Ecke des Tigers-Anhangs hallten durch das Stadion. Weil Allison eine vierminütige Überzahlsituation für zwei weitere Tore nutzen konnte, lief das Ganze schon zur Spielmitte in Richtung eines bitteren Abends. Die beiden weiteren Treffer von Damiani (26.) und Grenier (32.) sollten für den bis zum Ende bemühten AEV nichts Entscheidendes ändern.

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Derbe Pleite

Das bunte Scheibenschießen sollte auch in der zweiten Pause kein Ende finden. Busdecker für die Panther sowie zweimal Hede für die hocheffizienten Straubinger schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe.

So ging es für die Augsburger Panther trotz ordentlicher Statistikwerte mit einer derben Heimpleite gegen starke Straubinger in die zweite Saisonphase. Am Sonntag muss der AEV in Ingolstadt deutlich weniger Fehler und eine höhere Effizienz im Abschluss zeigen, wenn man wieder punkten möchte. Die Augsburger Panther im Rückschlag müssen auch ihre defensive Struktur wieder stabilisieren, um gegen Ingolstadt nicht erneut in Schwierigkeiten zu geraten. Zudem sollten sie versuchen, die individuelle Klasse ihrer Spieler besser auszuspielen und so mehr Torchancen zu kreieren. Nur mit einer geschlossenen Teamleistung können sie aus der aktuellen Situation herausfinden und den nächsten Sieg einfahren. Um das Ziel, den Erster Sieg für die Panther zu erreichen, nicht aus den Augen zu verlieren, ist es entscheidend, dass jeder Spieler seine beste Leistung abruft. Zudem muss das Team als Einheit agieren, um die Chemie auf dem Eis zu verbessern und die Chancen effektiv zu nutzen. Nur so kann der AEV das Vertrauen zurückgewinnen und dem Druck standhalten, um endlich wieder in die Spur zu kommen.

AEV: Jones, Dietzschold – Wirth, Bowey, Mayhew, von der Linde, Button, Renner,  Schemitsch – Busdeker, Louis, Damiani, Kunyk, Hanke, Blank, Wohlgemuth,  M. Elias, Henriquez Morales, F. Elias, Grenier, Cramarossa

Tore: 0:1 Halloren (Brandt) 12., 0:2 Allison (Melnick) 14., 1:2 Grenier (Blank) 16. 1:3 McKenzie 16., 1:4 Scott 20. 1:5 Brandt 23. 2:5 Damiani (Kunyk/Wohlgemuth) 26., 2:6 Allison (Loibl/Hede) 29., 3:7 Grenier (Louis/Blank) 32., 3:8 Hede 43., 4:8 Busdecker (Schemitsch/Button) 45., 4:9 Hede (Loibl) 47.

Schiedsrichter: Ansons, Gofman – Pfriem, Menz | Strafzeiten: Augsburg 10 –  Straubing 10 

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Zuschauer: 6.179 (ausverkauft)

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Dominik Mesch ist freier Redakteur und Mitglied der Presse Augsburg-Redaktion.