Nach zwei erfolgreichen Jahren als Kapitän verlässt Tyler Spurgeon den ECDC Memmingen Indians. Der 40-Jährige setzt seine aktive Karriere bei einem Oberligisten fort. Gleichzeitig bleibt im Trainerteam der Indians vieles beim Alten: Andi Börner wird auch in der DEL2 an der Seite von Daniel Huhn arbeiten.
Nach intensiven und offenen Gesprächen haben sich der ECDC Memmingen und Tyler Spurgeon auf eine vorzeitige Auflösung des bestehenden Vertrags verständigt. Der langjährige Routinier wird die Indians verlassen und sich zur kommenden Saison einem Verein aus der Oberliga anschließen.
Ausschlaggebend für die Entscheidung ist vor allem die Neuausrichtung des Memminger Kaders für die erste DEL2-Spielzeit. In den vorderen Reihen plant der Aufsteiger mit anderen personellen Lösungen. Hinzu kommen die geltenden U-Regelungen, durch die Spurgeon kein fester Platz im Aufgebot zugesichert werden konnte.
Für einen Spieler mit seiner Erfahrung und seinem Anspruch wäre diese Situation nur schwer mit seiner Rolle der vergangenen Jahre vereinbar gewesen. Der ECDC hätte den 40-Jährigen deshalb gerne auf andere Weise im Verein gehalten und ihm eine Aufgabe im Trainerstab angeboten. Spurgeon möchte seine aktive Laufbahn allerdings noch nicht beenden und weiterhin selbst auf dem Eis stehen.
Großer Anteil an den Erfolgen
Mit der Vertragsauflösung ermöglicht der ECDC seinem langjährigen Kapitän nun den Wechsel zu einem Oberligisten. Spurgeon hatte in den vergangenen beiden Spielzeiten eine prägende Rolle bei den Indians eingenommen und die Mannschaft als Kapitän angeführt.
Besonders eng verbunden ist sein Name mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die DEL2. In insgesamt 126 Partien sammelte der Routinier ebenso viele Scorerpunkte. Damit war er nicht nur sportlich eine wichtige Stütze, sondern auch innerhalb der Kabine eine zentrale Persönlichkeit.
ECDC-Verantwortlicher Sven Müller betont, dass die Entscheidung keineswegs leichtgefallen sei. Die Verantwortlichen hätten die Situation bereits seit längerer Zeit gemeinsam mit Spurgeon offen besprochen. Trotz des schmerzhaften Abschieds sei die nun gefundene Lösung aus Sicht des Vereins für beide Seiten die richtige.
Börner bleibt an der Bande
Während es auf dem Eis einen prominenten Abgang gibt, setzen die Allgäuer im Trainerbereich auf bewährte Kräfte. Co-Trainer Andi Börner bleibt auch in der kommenden DEL2-Saison Teil des Trainerteams und wird weiterhin gemeinsam mit Chefcoach Daniel Huhn an der sportlichen Entwicklung der Mannschaft arbeiten.
Börner hat sich in den vergangenen beiden Jahren als wichtiger Bestandteil des Trainerstabs etabliert. Seine Zusammenarbeit mit Huhn gipfelte im vergangenen Mai im Aufstieg in die DEL2. Auch künftig soll er seine Erfahrung und seine genaue Kenntnis des Vereins in die Arbeit mit der ersten Mannschaft einbringen.
Mehr Fokus auf die DEL2-Mannschaft
Neben seiner Tätigkeit als Co-Trainer war Börner bislang hauptamtlich im Nachwuchsbereich der Indians tätig. Künftig wird sein Schwerpunkt stärker auf der ersten Mannschaft liegen. Dem Nachwuchs bleibt er jedoch ebenfalls verbunden.
Seine bisherige Position in der Nachwuchsförderung wird neu besetzt. Nach Angaben des Vereins steht ein Nachfolger bereits fest.
Auch darüber hinaus soll das Trainerteam erweitert werden. Cheftrainer Daniel Huhn wird in der neuen Saison zusätzliche Unterstützung durch verschiedene Spezialisten in einzelnen Bereichen erhalten. Zudem soll noch ein Torwarttrainer zum Team stoßen. Die Gespräche darüber befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

