Mehr als 30 Betrugsanrufe in Oberfranken – Schwerpunkt Stadt/Landkreis Hof und Wunsiedel

Alfred Ingerl
3 Minuten Lesezeit

Betrügerische Anrufe in Oberfranken: Polizei warnt vor verschiedenen Maschen

In Oberfranken sind nach Angaben der Polizei am heutigen Tag bereits mehr als 30 betrügerische Telefonanrufe registriert worden. Ein Schwerpunkt liegt derzeit in der Stadt und im Landkreis Hof sowie im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge; auch aus weiteren Teilen Oberfrankens werden entsprechende Anrufe gemeldet. Die Polizei warnt vor den unterschiedlichen Vorgehensweisen der Täter und gibt Hinweise zum Schutz vor finanziellen Schäden.

Verschiedene Täuschungsvarianten am Telefon

Häufig treten Anrufer auf, die sich als nahestehende Personen ausgeben und behaupten, ein Angehöriger sei schwer erkrankt und benötige dringend Geld für eine Behandlung. Dabei ist beispielsweise von einer notwendigen Chemotherapie in der Schweiz die Rede. Mit einer solchen vermeintlichen Notlage versuchen die Täter, Druck aufzubauen und die Angerufenen zur Übergabe oder Überweisung von Geld zu bewegen.

Daneben treten weiterhin bekannte Maschen auf: Täter geben sich als Bankmitarbeiter aus und behaupten, die Bankkarte sei nach einem vermeintlichen Verlust gesperrt worden. Ziel ist es regelmäßig, an persönliche Daten, Bankinformationen, Zugangsdaten oder die Bankkarte zu gelangen. Die Täter geben sich auch als Polizeibeamte oder andere Vertrauenspersonen aus und passen ihre Geschichten laufend an, um Zeitdruck zu erzeugen und zu unüberlegtem Handeln zu verleiten.

Polizeiempfehlungen: So reagieren Sie richtig

Die oberfränkische Polizei rät, sich am Telefon nicht unter Druck setzen zu lassen und im Zweifel das Gespräch zu beenden. Geben Sie niemals Auskunft über Ihre finanziellen Verhältnisse, Bargeld, Wertgegenstände oder Bankdaten und überweisen Sie aufgrund eines solchen Anrufs kein Geld. Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. Polizei, Staatsanwaltschaft und andere Behörden fordern am Telefon niemals die Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen zur Verwahrung.

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Weiterhin fordert die Polizei dazu auf, keine PIN, TAN, Passwörter oder sonstigen Zugangsdaten weiterzugeben, da auch Bankmitarbeiter solche Daten nicht telefonisch abfragen. Prüfen Sie angebliche Notlagen, indem Sie Angehörige über eine Ihnen bekannte Telefonnummer kontaktieren, und rufen Sie im Zweifel Ihre örtliche Polizeidienststelle oder den Polizeinotruf 110 an. Nutzen Sie hierfür nicht die Rückruffunktion und keine Telefonnummer, die Ihnen der Anrufer genannt hat.

Besondere Vorsicht ist geboten, auch wenn eine Telefonnummer der Polizei, einer Bank oder einer anderen vertrauenswürdigen Stelle im Display erscheint: Die angezeigten Telefonnummern können technisch manipuliert werden. Sprechen Sie insbesondere mit älteren Angehörigen und Bekannten über die verschiedenen Betrugsmaschen.

Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden und die Polizei verständigen. Wer bereits Geld oder Wertgegenstände übergeben hat oder sensible Bankdaten preisgegeben hat, sollte sich umgehend an die Polizei und gegebenenfalls an seine Bank wenden.

Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

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Alfred Ingerl ist Autor bei Presse Augsburg. Sein Schwerpunkt liegt auf aktuellen Polizeimeldungen und Blaulicht-Nachrichten aus Bayern. Er bereitet Meldungen der bayerischen Polizeipräsidien redaktionell für die Veröffentlichung auf Presse Augsburg auf.