EHC Königsbrunn gewinnt 4:3-Krimi in Schweinfurt

"Hexer" Nico Hetzel (Archivbild) brachte die Dogs mit seinen Paraden zur Verzweiflung. – Foto: Dietmar Ziegler / diz-pix.de
Presse Augsburg
3 Minuten Lesezeit

Nach einer 3:0-Führung und dem zwischenzeitlichen Ausgleich hat der EHC Königsbrunn beim ERV Schweinfurt mit 4:3 gewonnen und damit sein Sechs-Punkte-Wochenende perfekt gemacht.

Königsbrunn führt nach starkem ersten Drittel

Schweinfurt startete offensiv und hatte zunächst mehr Spielanteile. Die Gastgeber scheiterten jedoch mehrfach an Königsbrunns Torhüter Nico Hetzel, der aus dem Schweinfurter Nachwuchs stammt und erstmals von Beginn an für den EHC im Tor stand.

In der fünften Minute brachte Niklas Länger die Gäste mit einer verdeckten Direktabnahme in Führung. Anton Seidel erhöhte in der 12. Minute nach einem Abpraller auf 2:0. Kurz vor der ersten Pause nutzte Tim Bullnheimer einen weiteren Rebound und traf zum 3:0.

Im zweiten Drittel nahm die Härte zu. Schweinfurt traf zunächst nur den Pfosten, ehe Nico Hetzel in der 29. Minute einen Penalty parierte. Nach einer Auseinandersetzung mussten David Farny und Ricards Bernhards jeweils mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis. Beide Spieler sind für die nächste Partie gesperrt. Weitere Tore fielen bis zur zweiten Pause nicht.

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Schweinfurt gleicht im Schlussdrittel aus

Im Schlussabschnitt starteten die Gastgeber ihre Aufholjagd. Cermak und Piskor verkürzten in der 41. und 43. Minute im Powerplay auf 1:3 und 2:3. In der 51. Minute erzielte Litesov den Ausgleich.

Die Entscheidung fiel in der 55. Minute: Moritz Weißenhorn eroberte den Puck an der eigenen blauen Linie, spielte Philipp Markgraf an und bekam die Scheibe im Konter zurück. Sein Schuss von der linken Seite schlug zum 4:3 im langen Eck ein.

Schweinfurt nahm zwei Minuten vor dem Ende den Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Königsbrunn verteidigte den Vorsprung jedoch bis zum Abpfiff und fügte dem ERV damit die erste Heimniederlage zu.

Der EHC musste ohne Marco Sternheimer, Peter Brückner, Hayden Trupp, Steffen Tölzer und Nico Baur auskommen. Insgesamt sahen 1435 Zuschauer die Partie. Schweinfurt kam auf 43 Strafminuten, Königsbrunn auf 52.

„Ich habe heute 19 Warrior auf dem Eis gesehen, es war eine unglaubliche Teamleistung. Mit viel Willen und Leidenschaft hat jeder Spieler alles gegeben. In Schweinfurt ist es nie leicht zu gewinnen, aber der Zusammenhalt in der Mannschaft stimmt, und deswegen war der Sieg verdient. Wir haben heute äußerst diszipliniert in unserer Struktur gespielt, Hut ab vor dieser Leistung!“, sagte EHC-Trainer Matthias Forster nach dem Spiel.

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