Die Wahlrechtsreform zur Verkleinerung des Bundestags trifft auch die CSU hart. Drei ihrer Direktkandidaten, die eigentlich ihre Wahlkreise gewonnen haben, gehen dennoch leer aus – darunter der Augsburger Abgeordnete Dr. Volker Ullrich.
Obwohl Ullrich das Direktmandat im Wahlkreis Augsburg-Stadt mit 31,1 % der Stimmen errungen hat, zieht er nicht ins Parlament ein. Grund dafür ist die Abschaffung der Überhangsmandate. Die CSU erhält im neuen Bundestag nur 44 Sitze – drei weniger, als sie Direktmandate gewonnen hat. Da Ullrich im Vergleich zu anderen CSU-Kandidaten eines der schwächsten Ergebnisse erzielte, bleibt er außen vor.
Ullrich, der seit 2013 im Bundestag sitzt und als einer der aktivsten Redner der vergangenen Legislaturperiode galt, zeigte sich enttäuscht über die Reform. Seinen Unmut machte er bereits am Wahlabend in einer hitzigen Debatte mit Claudia Roth (Grüne) im Augsburger Moritzsaal deutlich.


