Angriff mit Messer in Fernbus auf A9 endet in Untersuchungshaft für Tatverdächtigen

Alfred Ingerl
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Auf der A 9 bei Himmelkron kam es am Dienstag zu einem Vorfall in einem Fernreisebus, bei dem ein Fahrgast einen Mitreisenden mit einem Messer bedrohte. Der mutmaßliche Täter befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Angriff im Fernreisebus

Der Vorfall ereignete sich während einer Busfahrt von Polen nach Italien. Ein 38-jähriger, pakistanischer Staatsbürger, soll während der Fahrt die Rückenlehne seines Sitzes mehrmals zurückgestellt haben, um seinen 46-jährigen, polnischen Hintermann zu provozieren. Als dieser den Mann zur Rede stellte, schlug er ihm unvermittelt ins Gesicht. Der 46-Jährige aus dem Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz zog sich leichte Verletzungen im Nasenbereich zu. Ein Ersatzbusfahrer griff ein und trennte die Kontrahenten.

Eingreifen eines Mitreisenden verhindert Schlimmeres

Kurz nach der ersten Auseinandersetzung zog der pakistanische Tatverdächtige ein Messer aus seinem Rucksack und bedrohte den polnischen Fahrgast. Ein 25-jähriger Mitreisender aus Italien erkannte die Situation und entwaffnete den Angreifer. Dabei erlitt er selbst leichte Schnittverletzungen an der Hand.

Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts

Der Fernreisebus, besetzt mit 49 Personen, hielt an der Anschlussstelle Bayreuth-Süd, wo die Polizei den stark alkoholisierten Verdächtigen festnahm und eine Blutentnahme veranlasste. Das Messer wurde von den Ermittlern sichergestellt.

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Die Kriminalpolizei Bayreuth ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Ein Ermittlungsrichter ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth Untersuchungshaft für den 38-Jährigen an, der sich derzeit in einer Justizvollzugsanstalt befindet.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.