Am Sonntag ereignete sich in Schierling, Landkreis Regensburg, ein Vorfall, bei dem Landfahrer verschiedener Nationalitäten von Jugendlichen mit rechten Parolen beleidigt wurden. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg ermittelt nun wegen Volksverhetzung.
Jugendliche greifen Landfahrer an
Der Vorfall ereignete sich am Samstag, dem 16. Mai 2026, kurz vor Mitternacht. Mehrere Landfahrer waren auf einem Feld in der Obermühlstraße versammelt, als eine Gruppe von Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren auftauchte und versuchte, sie zu vertreiben. Augenzeugen berichteten, dass die Jugendlichen dabei Sturmmasken getragen haben sollen. Außerdem riefen sie die Parole „Deutschland den Deutschen“, bevor sie den Ort verließen. Es kam zu keiner körperlichen Auseinandersetzung.
Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung
Die Landfahrer alarmierten die Polizei, die unter der Leitung der Polizeiinspektion Neutraubling sofort umfangreiche Fahndungsmaßnahmen einleitete. Dank der detaillierten Beschreibung der Fahrzeuge konnte ein Teil der Verdächtigen in der Nähe des Tatorts identifiziert und vorläufig festgenommen werden. Im Laufe des Sonntags führte die Polizei umfassende Vernehmungen und Zeugenbefragungen durch. Ein mutmaßlicher Tatverdächtiger, ein 16-jähriger Deutscher, erhielt eine Gefährderansprache vom Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg. Den Betroffenen der nächtlichen Aktion bot die Polizei proaktive Beratung zum Thema Hasskriminalität an.
Klares Signal gegen Hasskriminalität
Das Polizeipräsidium Oberpfalz betont: “Rechtsextreme Parolen, menschenverachtende Einstellungen und jegliche Form von Hasskriminalität werden nicht toleriert”. Solche Vorfälle werden konsequent strafrechtlich verfolgt. Die Polizei tritt entschieden gegen solche Entwicklungen auf und engagiert sich aktiv für ein respektvolles und friedliches Miteinander in der Gesellschaft.
Veröffentlicht am 19.05.2026 um 13:24 Uhr


