Nach insgesamt drei Sitzungen hat der Kreisausschuss eine Empfehlung an den Kreistag für die finale Verabschiedung des Haushalts am 17. März 2025 ausgesprochen. Eine der größten finanziellen Herausforderungen war die drastische Erhöhung der Bezirksumlage um 3,8 Prozentpunkte, die nicht vollständig an die Städte und Gemeinden über die Kreisumlage weitergegeben werden sollte.
Zusätzlich belasten steigende Pflichtausgaben in der Jugend- und Sozialhilfe sowie höhere Personalkosten den Haushalt erheblich. Allein diese vier Faktoren verursachen Mehrausgaben von über 11 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt im Vergleich zum Vorjahr.
Moderate Anpassung der Kreisumlage und Sparmaßnahmen
Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, hat der Kreisausschuss ein umfassendes Kompromisspaket erarbeitet. Die Kreisumlage wird um 1,7 Prozentpunkte auf 50,00 Prozent erhöht – damit bleibt die Belastung für die Kommunen unter der Hälfte der Erhöhung der Bezirksumlage. Da die Umlagekraft in diesem Jahr gesunken ist, zahlen die Städte und Gemeinden in Summe weniger Kreisumlage als im Vorjahr.
Zudem wurden in einigen Bereichen Einsparungen vorgenommen, und der Haushaltsentwurf sieht eine Kreditermächtigung von 3,5 Millionen Euro vor, um finanzielle Spielräume zu erhalten.
Investitionen realistisch und ambitioniert geplant
Ein weiterer Schwerpunkt der Haushaltsberatungen lag auf den Investitionsprogrammen im Hoch- und Tiefbau. Der Kreisausschuss hat ein Konzept entwickelt, das die kommenden Projekte sowohl personell als auch finanziell ambitioniert, aber realistisch darstellt.
Landrat Stefan Rößle lobt die Kompromissbereitschaft
Trotz der angespannten Finanzlage zeigt sich Landrat Stefan Rößle zufrieden mit den gefundenen Lösungen: „Durch die drastische Erhöhung der Bezirksumlage konnten wir unsere Zusage, die Kreisumlage für die nächsten beiden Jahre stabil halten zu wollen, leider nicht einhalten. Mit den gefundenen Lösungen ist einerseits eine Handlungsfähigkeit für unseren Landkreis sichergestellt und andererseits die Belastung der Kommunen durch die stark gestiegenen Sozialausgaben durch den Landkreis abgefedert. Ich danke den Kreistagsfraktionen für die gute Kompromissfindung in herausfordernden Zeiten, die uns finanziell auch weiterhin auf stabilen Füßen stehen lässt.“
Mit diesem Gesamtpaket kann der Kreistag am 17. März 2025 einen soliden Haushalt verabschieden, der sowohl die kommunale Handlungsfähigkeit sichert als auch die Belastungen für Städte und Gemeinden abfedert.


