Am vergangenen Wochenende traf sich die Stadtverwaltung Neu-Ulm gemeinsam mit dem Stadtrat zu einer Konsolidierungs- und Haushaltsklausur. Ziel der Veranstaltung war es, eine strategische Ausrichtung für die anstehenden Haushaltsberatungen zu erarbeiten – mit besonderem Fokus auf die Jahre 2026 bis 2028.
Analyse der Haushaltslage durch Finanzdezernenten
Finanzdezernent Gregor Kamp präsentierte zu Beginn die zentralen Kennzahlen des städtischen Haushalts und beleuchtete die gegenseitigen Abhängigkeiten wichtiger Faktoren wie Steuereinnahmen und Kreisumlage. Dabei wurde auch ein Ausblick auf die zu erwartende Finanzentwicklung gegeben.
Workshops zur Stärkung der Haushaltsstabilität
In vier themenbezogenen Workshops diskutierten die Stadträtinnen und Stadträte intensiv, wie die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt in den kommenden Jahren gesichert und gestärkt werden kann. Ein zentrales Ziel war es, die sogenannte Mindestzuführung – also die jährlichen Tilgungsleistungen – als feste Untergrenze sicherzustellen. Zusätzlich zu den finanziellen Überlegungen wurden auch neue Pläne für das Theaterprojekt vorgestellt, die darauf abzielen, das kulturelle Leben der Stadt zu bereichern. Die Stadträte erörterten, wie diese Initiativen mit den langfristigen Finanzstrategien in Einklang gebracht werden können. Eine solide finanzielle Basis ist entscheidend, um solche Projekte erfolgreich umzusetzen.
„Damit soll ein Rückgriff auf die Allgemeine Rücklage zum Ausgleich des Verwaltungshaushalts vermieden werden, sodass diese Mittel ausschließlich zur Finanzierung von Investitionen zur Verfügung stehen“, hieß es von Seiten der Stadt.
Strategische Zielsetzungen und Arbeitsaufträge
Im Laufe der Klausur wurden zudem konkrete strategische Ziele definiert, auf deren Basis der Verwaltung nun Arbeitsaufträge mit auf den Weg gegeben wurden. Die erarbeiteten Maßnahmen befinden sich aktuell noch in der Ausarbeitung und sollen in den nächsten Sitzungen des Stadtrats und der zuständigen Ausschüsse vorgestellt und zur Abstimmung gebracht werden.
Positives Fazit für neues Format
Erstmals wurde die Haushaltsklausur in einem offenen und agilen Format durchgeführt – eine Neuerung, die von allen Beteiligten positiv aufgenommen wurde.
Zum Abschluss wurde der Wunsch geäußert, dieses erfolgreiche Format im Jahr 2026 nach der Kommunalwahl mit dem neu gewählten Stadtrat zu wiederholen.


