Neustart für die Generalsanierung | Stadt Augsburg setzt beim Staatstheater Augsburg auf neue Partner und klare Strukturen

Presse Augsburg
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Das Theaterviertel ist eine Dauerbaustelle

Die Generalsanierung des Staatstheaters Augsburg bekommt eine neue Richtung. Nachdem das ambitionierte Großprojekt zuletzt in eine Schieflage geraten war, hat die Stadt entschieden, einen umfassenden Neuanfang einzuleiten – sowohl strukturell als auch personell.

Um die zugesagten Fördermittel in Höhe von über 200 Millionen Euro zu sichern und weiteren wirtschaftlichen Schaden abzuwenden, wurde die bisherige Arbeitsgemeinschaft aus Architekturbüro und Projektsteuerung im Frühjahr 2025 von ihren Aufgaben entbunden. Mit dem international renommierten Architekturbüro HENN übernimmt nun ein neuer Planungspartner das Ruder.

Ein neues Kapitel: Verantwortung und Effizienz im Fokus

Das Münchner Büro HENN übernimmt nicht nur die Gestaltung der zweiten Spielstätte – dem sogenannten „Kleinen Haus“ – sondern künftig auch die Verantwortung für das Große Haus des Theaters. Damit liegt die gesamte architektonische Planung und der Bauablauf erstmals in einer Hand. Für die Stadt ein wichtiger Schritt in Richtung Effizienz, Transparenz und Qualität.

Oberbürgermeisterin Eva Weber betont die Tragweite dieser Entscheidung: „Ja, wir mussten unbequeme Entscheidungen treffen. Aber genau das ist Führung: nicht auszuweichen, sondern Verantwortung zu übernehmen und zu handeln – im Sinne unserer Stadt, dieses Projekts und der Menschen, die darauf vertrauen. […] Jetzt richten wir den Blick nach vorn. Mit verlässlicher Projektstruktur, starken Partnern und einem klaren Kompass.“

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Laut Baureferent Steffen Kercher habe man nun “mit einem klaren Schnitt bei der bisherigen Arbeitsgemeinschaft, einer neuen Projektorganisation und einem klaren Rollenverständnis” die Grundlage für Stabilität geschaffen. Er sieht im Büro HENN einen idealen Partner: „international für Qualität, Erfahrung und Souveränität“.

Theater als kulturelle Landmarke

Auch Kulturreferent Jürgen K. Enninger findet deutliche Worte für den Neuanfang – und verbindet ihn mit einem künstlerischen Bild: „Ein Theater, das in die Generalsanierung geht, gleicht manchmal einem Orchester, das verstummt. Es wirkt wie ein Verlust – aber es ist eine schöpferische Pause. […] Das Staatstheater Augsburg wird nicht nur eine Bühne für unsere Stadt, es wird eine kulturelle Landmarke mit Strahlkraft in die Region, nach Bayern und weit über Deutschland hinaus.“ Die bevorstehenden Veränderungen können auch die PollerProblematik im Christkindlesmarkt beeinflussen, da ein neues kulturelles Zentrum neue Besucherströme anziehen wird. Diese Herausforderung erfordert jedoch innovative Lösungen, um sowohl die Sicherheit als auch das Stadtbild zu wahren. Letztlich kann die Stärkung des kulturellen Angebots auch zu einer Belebung des Marktes führen und die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt fördern.

Mit dieser Neuausrichtung hofft die Stadt, das Vertrauen in das Projekt zurückzugewinnen – und langfristig ein Staatstheater zu schaffen, das nicht nur architektonisch, sondern auch kulturell ein Leuchtturm in der Region wird.
 

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Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.