Während in ganz Deutschland in der Nacht zum Dienstag viele Fußballfans gebannt das Elfmeterschießen der deutschen Nationalmannschaft verfolgten, musste die Berufsfeuerwehr Augsburg zu einem Einsatz im Hotelturm ausrücken.
Gegen 1 Uhr wurden die Einsatzkräfte in das 23. Obergeschoss des markanten Gebäudes alarmiert. Dort hatte ein Rauchwarnmelder ausgelöst, zudem war leichter Brandgeruch wahrnehmbar. Im Hotelturm waren zu diesem Zeitpunkt rund 250 Personen gemeldet.
Die Feuerwehr öffnete die betroffene Wohnung, in der sich jedoch niemand befand. Schnell stellte sich heraus, dass auf dem eingeschalteten Herd ein Topf mit angebrannten Speisen stand. Ein offenes Feuer war nicht entstanden. Die Ursache für die Rauchentwicklung konnte rasch beseitigt werden, sodass keine weiteren Maßnahmen erforderlich waren.
Für die Feuerwehr hatte der Einsatz allerdings eine besondere Begleiterscheinung. Bereits auf der Anfahrt fiel den Einsatzkräften die ungewöhnliche Stimmung in Augsburg auf. Kurz vor dem entscheidenden Elfmeterschießen der deutschen Nationalmannschaft herrschte nahezu völlige Ruhe auf den Straßen – ungewöhnlich wenig Verkehr und eine spürbar angespannte Atmosphäre.
Als die Feuerwehr den Einsatz beendet hatte und wieder ausrückte, war auch das Fußballspiel entschieden: Deutschland war im Elfmeterschießen ausgeschieden.
Mit einem Augenzwinkern kommentierte die Berufsfeuerwehr den nächtlichen Einsatz: Während für die Nationalmannschaft das Turnier beendet sei, bleibe die Feuerwehr weiterhin „am Ball“ – unabhängig davon, ob an Weihnachten, Ostern, während einer Fußball-WM oder bei Hitze und Kälte.
Insgesamt waren 26 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Augsburg mit sieben Fahrzeugen im Einsatz. Verletzt wurde niemand.

