Bundespolizei meldet Tausende unerlaubte Einreisen und Zurückweisungen an Bayerns Grenzen
Die für die grenzpolizeilichen Aufgaben in Bayern zuständige Bundespolizeidirektion München hat Zwischenbilanz gezogen: Zwischen dem 16. September 2024 und dem 31. Juli 2026 registrierten die Einsatzkräfte an den landseitigen Schengenbinnengrenzen 21.647 unerlaubte Einreisen. Im gleichen Zeitraum wurden 14.029 Personen unmittelbar an der Grenze oder im Zusammenhang mit illegalen Grenzübertritten zurückgewiesen oder zurückgeschoben.
Details zu Feststellungen und Maßnahmen
Die Angaben teilen sich nach Herkunftsland der Grenzübertritte auf: Von den 21.647 unerlaubten Einreisen entfielen 16.871 auf die Grenze zu Österreich und 4.776 auf die Grenze zu Tschechien. Bei den Zurückweisungen oder Zurückschiebungen wurden 12.742 Fälle an der österreichischen Grenze und 1.287 an der tschechischen Grenze erfasst.
Darüber hinaus wurden 781 Personen an der Einreise gehindert, weil sie eine Wiedereinreisesperre für Deutschland hatten; 690 dieser Fälle betrafen die Grenze zu Österreich, 91 die Grenze zu Tschechien. Insgesamt 1.068 mutmaßliche Schleuser wurden vorläufig festgenommen, davon 987 an der österreichischen und 81 an der tschechischen Grenze. Zudem konnten 4.776 offene Haftbefehle vollstreckt werden (3.823 an der Grenze zu Österreich, 953 an der Grenze zu Tschechien).
Zeitraum ab Mai 2025: große Teile der Kontrollen an Land
Für den Zeitraum vom 8. Mai 2025 bis zum 31. Juli 2026 nennt die Direktion detailliertere Zahlen: In diesen 15 Monaten registrierte die Bundespolizei 13.274 unerlaubte Einreisen, davon 10.156 an der österreichischen Grenze und 3.118 an der tschechischen Grenze. Zurückweisungen und Zurückschiebungen beliefen sich in diesem Zeitraum auf 9.100 Fälle (8.210 an der Grenze zu Österreich, 890 an der Grenze zu Tschechien).
Weiterhin wurden 576 Fälle nach § 18 Absatz 2 Asylgesetz dokumentiert, davon 558 an der österreichischen Grenze und 18 an der tschechischen Grenze. Als besonders schutzbedürftig eingestufte Personen machten 44 Fälle aus, 43 davon an der Grenze zu Österreich. Wiedereinreisesperren wurden 472-mal registriert (407 an der Grenze zu Österreich, 65 an der Grenze zu Tschechien). Vorläufig festgenommene Schleuser beliefen sich auf 656 Personen (608 an der österreichischen Grenze, 48 an der tschechischen Grenze). Offene Haftbefehle wurden 3.256-mal vollstreckt, davon 2.597 an der Grenze zu Österreich und 659 an der Grenze zu Tschechien. Trefferdaten zu Personen aus extremistischen Spektren ergaben 312 Fälle, aufgeteilt in 243 an der österreichischen und 69 an der tschechischen Grenze.
Die Bundespolizeidirektion weist darauf hin, dass die Kontrollen seit dem 16. September 2024 neben den bereits kontrollierten Grenzen auch die Landgrenzen zu Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Dänemark betreffen. An den übrigen Landgrenzen zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz waren die Kontrollen bereits zuvor eingeführt worden. Ziel der Maßnahmen sei der Schutz der inneren Sicherheit und die Reduzierung irregulärer Sekundärmigration.
Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

