Mehrere sexuelle Belästigungen, Schlägereien und Flaschenangriff am Münchner Bahnnetz

Alfred Ingerl
4 Minuten Lesezeit

Mehrere Angriffe und Belästigungen im Bahnhofsumfeld am Feiertagswochenende

Am Wochenende des 15. und 16. August registrierte die Bundespolizei in München mehrere Vorfälle an S‑Bahn‑Stationen und Bahnhöfen: Unter anderem wurden zwei Frauen sexuell belästigt, es kam zu körperlichen Auseinandersetzungen in einer S‑Bahn und an Bahnsteigen sowie zu Angriffen während einer Fahrscheinkontrolle.

Sexuelle Belästigungen am Ostbahnhof und Hauptbahnhof

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde eine 24‑jährige Touristin am Ostbahnhof gegen Mitternacht sexuell belästigt: Ein Unbekannter berührte die Kanadierin ohne deren Einwilligung am Bein und flüchtete anschließend mit einer S‑Bahn. Die Bundespolizei ermittelt wegen sexueller Belästigung.

Kurz darauf, gegen 1:40 Uhr, soll ein 29‑jähriger Mann am Hauptbahnhof im Zwischengeschoss einer 21‑jährigen Frau an das Gesäß gefasst haben. Die Geschädigte und ihre zwei 18‑jährigen Begleiterinnen hielten den Mann bis zum Eintreffen der alarmierten Bundespolizisten fest und übergaben ihn den Beamten. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 29‑Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt; auch gegen ihn wird wegen sexueller Belästigung ermittelt.

Auseinandersetzungen in S‑Bahn und an Bahnsteigen

Gegen 2:10 Uhr kam es in einer fahrenden S‑Bahn zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem 42‑ und einem 54‑Jährigen. Zunächst gerieten die beiden Deutschen verbal aneinander, nachdem der 42‑Jährige den 54‑Jährigen aufgefordert haben soll, eine Frau in der S‑Bahn in Ruhe zu lassen. Es folgten gegenseitige Handgreiflichkeiten, bei denen der 54‑Jährige den Jüngeren mehreren Schlägen und Tritten ausgesetzt haben soll. Die Auseinandersetzung verlagerte sich auf den Bahnsteig des S‑Bahnhalts Laim, wo Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums München die Männer trennten und an die Bundespolizei übergaben. Der 42‑Jährige trug leichte Gesichtsverletzungen davon, lehnte jedoch eine ärztliche Versorgung ab; seine Brille wurde beschädigt. Beide Männer sind bereits mehrfach wegen Gewaltdelikten polizeilich in Erscheinung getreten. Nach den Maßnahmen wurden sie auf freien Fuß gesetzt; die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung.

- Anzeige -

Am Hauptbahnhof kam es am frühen Feiertagsmorgen zu einem weiteren Vorfall: Eine 41‑jährige Deutsche soll einer 40‑jährigen koreanischen Staatsangehörigen unvermittelt mit einer Plastikflasche ins Gesicht geschlagen haben. Der 42‑jährige Ehemann der Angegriffenen versuchte, die Angreiferin festzuhalten, wurde dabei selbst angegriffen und erlitt Schürfwunden im Gesicht; seine Brille ging zu Bruch. Die Frau wurde wenig später von Bundespolizisten am nördlichen Bahnhofsausgang vorläufig festgenommen. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab 0,0 Promille. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und der Sachbeschädigung.

Am Bahnhof München‑Pasing eskalierte am Abend ein Streit, als ein 41‑jähriger Mann auf dem Bahnsteig mit drei Frauen aneinandergeriet. Ausgangspunkt war offenbar ein E‑Scooter, den eine 41‑jährige Frau neben sich hergeschoben hatte und der einem entgegenkommenden Mann im Weg gewesen sein soll. Der Mann stieß Roller und Frau zur Seite, versuchte einer der Frauen zu schlagen, trat einer 35‑Jährigen in den Bauch und trat gegen den E‑Scooter. Umstehende Reisende halfen den Angegriffenen, woraufhin der Mann flüchtete. Bundespolizisten nahmen ihn im Rahmen einer Nahbereichsfahndung widerstandslos vorläufig fest. Die Frauen blieben augenscheinlich unverletzt. Ein Atemalkoholtest bei dem 41‑Jährigen ergab 1,66 Promille; die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme an. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung.

Am Sonntagabend führten Mitarbeiter des S‑Bahnprüfdienstes eine Kontrolle in einer S‑Bahn der Linie S6 durch. Ein 28‑jähriger Mann konnte keinen gültigen Fahrschein vorweisen und verhielt sich nach Angaben der Bahnmitarbeiter aggressiv. Am Haltepunkt Hackerbrücke verließ er gemeinsam mit den Mitarbeitern die S‑Bahn und soll einem 19‑jährigen Mitarbeiter der Deutschen Bahn ins Gesicht geschlagen haben. Der 19‑Jährige wurde leicht verletzt, benötigte jedoch keine medizinische Versorgung. Ein freiwilliger Atemalkoholtest bei dem 28‑Jährigen ergab 0,51 Promille. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Erschleichens von Leistungen.

Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

Diesen Artikel teilen
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.