Polizei zieht positive Bilanz nach Katholikentag in Würzburg: Keine gravierenden Zwischenfälle, aber Festnahme und Drohnen-Verstöße festgestellt

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

WÜRZBURG. Der 104. Deutsche Katholikentag (DKT) zog vom 13. bis zum 17. Mai Tausende Besucher in die Würzburger Innenstadt. Nach der feierlichen Eröffnung am Mittwoch folgten zahlreiche Veranstaltungen. Das Polizeipräsidium Unterfranken war mit Unterstützung bayerischer Einheiten vor Ort und zieht eine durchweg positive Bilanz.

Planungen im Vorfeld

Aufgrund der Größe des Katholikentags bereitete sich die unterfränkische Polizei in einer monatelangen Planungsphase auf das Ereignis vor. Die Behörden arbeiteten eng mit den Veranstaltern, der Stadt Würzburg und den benachbarten Blaulichtorganisationen zusammen, um die Sicherheit während des Großereignisses zu gewährleisten.

Veranstaltungshöhepunkte und Polizeipräsenz

Mehrere tausend Menschen besuchten täglich die über 1.000 Einzelveranstaltungen an rund 60 Örtlichkeiten der Würzburger Innenstadt. Größere Zusammenkünfte, wie die Eröffnungsfeier mit 9.000 und die Gottesdienste mit jeweils bis zu 14.000 Teilnehmern, verliefen ohne gravierende Zwischenfälle. Die Polizei war präsent und ansprechbar für alle Besucher.

Sicherheitsmaßnahmen und Vorfälle

Ein besonderes Augenmerk lag auf den Versammlungen, darunter die größte mit etwa 700 Teilnehmern am Freitagvormittag in der Pleichertorstraße. Insgesamt blieb das Versammlungsgeschehen friedlich, wobei vereinzelt Ermittlungen wegen Beleidigung und Vermummung eingeleitet wurden.

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Ein 28-jähriger Mann wurde festgenommen, nachdem er Äußerungen über geplante Straftaten gemacht hatte. Die Polizei reagierte schnell und nahm den Mann in Gewahrsam, entließ ihn jedoch nach Abschluss der Maßnahmen wieder.

Besonders aktiv waren auch die Beamten des Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrums der Bayerischen Polizei. Sie überwachten das Drohnenflugverbot und stellten mehrere Verstöße fest. Sechs Piloten müssen sich in Ordnungswidrigkeitsverfahren verantworten. Eine Drohne wurde technisch übernommen und sichergestellt.

Verkehrsbeeinträchtigungen minimiert

Die Veranstaltungsflächen hatten vorhersehbare Auswirkungen auf den Straßenverkehr. Um die Einschränkungen gering zu halten, wurden umfassende Verkehrshinweise und Umleitungspläne veröffentlicht. Die Beeinträchtigungen blieben insgesamt gering.

Auch bei drei Vermisstenfällen war die Polizei erfolgreich: Ein dementer Senior und zwei Kinder wurden sicher wieder mit ihren Angehörigen zusammengeführt. Die Polizei zieht somit eine durchwegs positive Bilanz der Veranstaltung.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.