Welche Bedeutung hat die Weihnachtsgeschichte noch in unserer stressigen Zeit? Die Antwort darauf lieferte das zauberhafte Weihnachtsmusical “Stille Nacht” im Kongress am Park Augsburg und im Festspielhaus Füssen.
Stress und Verpflichtungen bestimmen unseren Alltag, auch an Weihnachten kann man den Alltag nur schwer abschütteln. Doch worin liegt der Sinn des Weihnachtsfestes? Kann man ihn heute noch erleben? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Ensemble des Weihnachtsmusicals “Stille Nacht”. Vom ersten Ton und dem ersten Erscheinen des Weihnachtsmanns, gespielt vom großartigen Stephan Brauer, nimmt die Erzählung die Zuschauer mit.

Der Weihnachtsmann fungiert als Leitfigur des Stücks und zugleich als Symbol des verlorenen Glaubens an wunderbare Dinge.
Herrlich verwoben: Die Weihnachtsgeschichte und die Menschen der Jetzt-Zeit
Während Gabrielle (Laya Höfling) an ihn und die Weihnachtsgeschichte glaubt, sind ihre Eltern Sophie (Kirsten Schneider) und Phil (Lutz Standop) ganz im Alltag und der Hektik dieser Zeit gefangen. Als ein Paar auf Herbergssuche an ihre Türe klopft und Gabrielle sich wenig später auf die Suche nach den Beiden macht, beginnt eine fantasievolle und authentisch erzählte Reise nach Bethlehem zur Geburt Jesu. Der Weihnachtsmann ist ihr dabei Helfer und Begleiter.

Dem großartigen Ensemble gelingt es, mit starken Stimmen und schauspielerischem Talent zu jeder Zeit das Publikum in die Handlung zwischen Evangelium und moderner Welt eintauchen zu lassen. Eingängige, abwechslungsreiche Songs und großartige Tanzeinlagen unterhalten glänzend. Gänsehautmomente erzeugen eine wunderbare vorweihnachtliche Stimmung. Das Schlussbild mit dem vom Engel (Nadine Lauterbach) vorgetragenen “Stille Nacht”-Lied ist dabei sicher der emotionale Höhepunkt der Aufführung.
“Stille Nacht” ist ein Stück für die ganze Familie (Kinder ab 8 Jahren). Die Story bestätigt alle, die an Weihnachtsmann und Christkind glauben und regt alle anderen zum Nachdenken über den vielleicht längst verlorenen Glauben an besondere Dinge an.
In Augsburg war das Stück am 22. Dezember, in Füssen am 23.12. zu sehen und somit ein zauberhafter Start in die Weihnachtstage.

