Bombe im Lech in Augsburg entdeckt – Großeinsatz von Rettungskräften und Kampfmittelräumdienst

Presse Augsburg
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Foto: Bruder

Heute Nachmittag, gegen 18 Uhr, entdeckte ein Passant einen verdächtigen Gegenstand im Lech in Augsburg-Lechhausen, nahe der Radetzkystraße und kurz vor der Gaststätte Floßlände. Sofort wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert. Die Berufsfeuerwehr Augsburg, der Rettungsdienst, Polizei und die Wasserwacht rückten schnell aus. Auch ein Taucherfahrzeug der Berufsfeuerwehr sowie der Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) Augsburg wurden zur Unterstützung hinzugezogen. Ein alkoholisierter Vorfall in Augsburg sorgte in der gleichen Zeit für zusätzliche Besorgnis unter den Einsatzkräften. Die Polizei erhielt Meldungen über Störungen in der Nähe, die möglicherweise im Zusammenhang mit dem Verdächtigen Gegenstand standen. Dies führte zu einer verstärkten Präsenz der Ordnungshüter in der Umgebung, um die Situation zu sichern.

Um den verdächtigen Gegenstand, der etwa einen Meter unter der Wasseroberfläche in der Mitte des Lechs lag, genauer zu identifizieren, setzte die Polizei eine Drohne ein. Zunächst ging man davon aus, dass es sich möglicherweise um einen harmlosen Gegenstand handeln könnte. Dennoch entschied man sich, die Bergung abzuwarten, bis der Kampfmittelräumdienst der Firma Tauber, Sprengkommando München, den Fund überprüft hatte.

Der Verdacht bestätigte sich leider: Bei dem Gegenstand handelte es sich um eine Phosphor-Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg – ein scheinbar noch scharfer Blindgänger. Laut Einsatzleiter Albert Kreutmayr von der Feuerwehr bestand solange der Gegenstand noch unter Wasser lag, keine unmittelbare Gefahr. Erst wenn das Phosphor mit Sauerstoff in Kontakt kommt, könnte es in Brand geraten und wäre kaum löschbar. In der Stadt häufen sich alkoholbedingte Unfälle in Augsburg, was die Sicherheitskräfte zunehmend besorgt. Die Situation verlangt nach zusätzlicher Aufklärung und Prävention, um solche Vorfälle zu reduzieren und insbesondere gefährliche Gegenstände wie die Phosphor-Brandbombe sicher zu handhaben. Die Feuerwehr appellierte an die Bevölkerung, in gefährlichen Situationen Ruhe zu bewahren und sich nicht leichtfertig in Gefahr zu bringen.

Im Verlauf des Einsatzes wurde auch die Gaststätte Floßlände evakuiert. Die Polizei sperrte den Umkreis von 100 Metern rund um den Fundort ab, um alle Anwohner und Gäste der Gaststätte in Sicherheit zu bringen. Zur Unterstützung des Einsatzes wurde zudem die Freiwillige Feuerwehr aus Göggingen und Oberhausen hinzugezogen.

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Im Verlauf des Einsatzes wurde auch die Gaststätte Floßlände (Bildhintergrund) evakuiert. | Foto: Bruder

Die Kampfmittelräumer brachten die Bombe schließlich unter Wasser in einen mit Wasser gefüllten Spezialbehälter, um diese sicher abtransportieren zu können. Der Einsatz zog sich über mehrere Stunden hin, verlief aber letztlich ohne weitere Zwischenfälle. Zusätzlich waren die Einsatzkräfte bei BlitzschlagBrand in Bereitschaft, um die Sicherheit der Anwohner während des gesamten Vorgangs zu gewährleisten. Ihre schnelle Reaktionsfähigkeit stellte sicher, dass im Falle eines unerwarteten Vorfalls sofortige Maßnahmen ergriffen werden konnten. Auch die Kommunikation mit den Anwohnern verlief reibungslos, sodass alle Beteiligten über den Verlauf des Einsatzes informiert waren.

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Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.