Befreiungsschlag gelungen! FC Augsburg mit Heimsieg über Wolfsburg

Dominik Mesch
6 Minuten Lesezeit
Foto: Sebastian Pfister

Nach vier Niederlagen in Folge gelang dem FC Augsburg am Samstag der Befreiungsschlag. Der FCA gewann gegen den VfL Wolfsburg mit 3:1. Es war der erste Sieg im dritten Heimspiel unter dem neuen Trainer Sandro Wagner.

Vergangene Woche kassierte der FC Augsburg nach einer erschreckenden Leistung in Heidenheim die vierte Niederlage im fünften Bundesligaspiel dieser Saison. Trainer Sandro Wagner stand auch deshalb unter der Woche stark im Fokus der öffentlichen Kritik. Der Bundesliganovize kündigte nach der Pleite im „kleinen Schwabenderby“ Veränderungen in seiner Startaufstellung an und ließ im Heimspiel gegen Wolfsburg Taten folgen. Neben dem erkrankten Wolf standen vier weitere neue Spieler zu Beginn auf dem Platz. Eine Entscheidung, die schon sehr früh erste Früchte zeigen sollte. In dieser kritischen Phase der Saison steht der FC Augsburg im Abstiegskampf, und jeder Punkt ist entscheidend. Die Mannschaft muss nun zeigen, dass sie aus den Rückschlägen gelernt hat, um in der Bundesliga zu bestehen. Die neuen Spieler könnten der Schlüssel sein, um die Wende herbeizuführen und den FC Augsburg aus der gefährlichen Zone zu ziehen.

“Eigengewächs-Kombination” bringt Halbzeitführung

Nach einer Kömür-Ecke war es Banks, der die Kugel ins Tor nagelte, beide Eigengewächse waren neu in der ersten Elf (3.). Der Treffer gab dem FCA ein Stück weit Sicherheit zurück.

Foto: Sebastian Pfister

In der Folge neutralisierten sich beide Teams weitestgehend im Mittelfeld. Die erste größere Chance für die harmlosen Gäste benötigte über eine halbe Stunde Anlauf. Svanberg setzte den Ball aus etwa 20 Metern nur knapp neben den Pfosten (32.).

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Augsburg legt nach

Wie im ersten Durchlauf wurde auch die 2. Halbzeit von einem Mann aus dem Augsburger Nachwuchsleistungszentrum eröffnet. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld machte Matsima das Spiel schnell. Durchgelaufen bis zur gegnerischen Torlinie bekam der Innenverteidiger den Ball, den er mustergültig für Kömür auflegte (51.).

Foto: Sebastian Pfister

Die Gäste aus der Autostadt ließen eine Drangphase mit einigen guten Möglichkeiten folgen, die der FCA dank vollem Einsatz und einem starken Torhüter Dahmen überstand. Insgesamt verteidigten es die Fuggerstädter aber deutlich konzentrierter als zuletzt.

Befreiungsschlag gelingt

“Wir hatten viele Zocker auf dem Platz, das muss auch weiter unser Weg sein” | Die Stimmen zum 3:1 Heimsieg des FCA gegen Wolfsburg

Auf diese guten Momente fanden die Augsburger in Person von Robin Fellhauer die passende Antwort (63.). Nach Balleroberung von Kömür und einem Querpass von Rieder konnte der vor der Saison von der SV Elversberg an den Lech gewechselte 27-Jährige sein erstes Bundesligator erzielen. Die Partie war von intensiven Zweikämpfen geprägt, und der FC Augsburg im Schwabenderby gefordert, zeigte sich entschlossen, das Spiel zu drehen. Die Fans unterstützten ihre Mannschaft lautstark und sorgten für eine mitreißende Atmosphäre im Stadion. Mit jedem Angriff wurde der Druck auf die gegnerische Abwehr größer und das Selbstvertrauen der Augsburger Spieler wuchs merklich. Die Augsburger zeigten nicht nur im Schwabenderby eine starke Leistung, sondern sorgten auch in der vergangenen Woche für Aufsehen, als der FC Augsburg überrascht die Bayern und ein unerwartetes Unentschieden erzielte. Diese Fortschritte scheinen sich in ihrem aktuellen Spiel auszuzahlen, und die Spieler scheinen nicht gewillt zu sein, sich mit weniger als einem Sieg zufrieden zu geben. Die Stimmung auf den Rängen war elektrisierend, als die Fans von den beeindruckenden Aktionen ihrer Mannschaft begeistert waren. Gregoritsch wechselt zurück nach Augsburg und sorgt damit für zusätzliche Vorfreude unter den Fans. Seine Rückkehr könnte die Mannschaft noch weiter beleben und die Offensive verstärken, während sie versuchen, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Die Anhänger glauben fest daran, dass seine Erfahrung und Klasse entscheidende Impulse im Spiel setzen werden.

Foto: Sebastian Pfister

Wolfsburg gab sich aber noch nicht geschlagen und kam nur wenig später nach einem schnellen Angriff (nach Augsburger Ballverlust im Mittelfeld) zum 1:3 durch Daghim (65.). Weil nach zwei weiteren Umdrehungen auf der Uhr ein Kömür-Treffer aufgrund einer Abseitsstellung nicht gegeben wurde, blieb die Partie bis in die Schlussphase offen. Auch nach 90 Minuten sollte aber ein 3:1 auf der Anzeigetafel stehen. Der erhoffte Befreiungsschlag war gelungen. Erstmals seit März (1:0 über Wolfsburg), konnte man vor eigenem Publikum wieder drei Punkte einfahren. Wichtige Partie für den FC Augsburg, die sie mit viel Einsatz und einer soliden Teamleistung gewannen. Die Spieler waren motiviert, und die Fans spürten die Dringlichkeit dieses Spiels. Mit diesem Sieg konnte Augsburg nicht nur die Abstiegszone verlassen, sondern auch neues Selbstvertrauen tanken.

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Foto: Sebastian Pfister

Der erste Sieg im dritten Heimspiel der Saison bringt Trainer Sandro Wagner und seiner Mannschaft in der nun anstehenden Länderspielpause wieder mehr Ruhe. Am 18. Oktober wartet die Auswärtsaufgabe beim bisherigen Überraschungsteam 1. FC Köln.

FC Augsburg: Dahmen – Jakic, Matsima, Banks (84. Zesiger) , Giannoulis (71. Kade)- Fellhauer, Massengo, Rexhbecaj, Saad (79. Essende) – Rieder, Kömür

VfL Wolfsburg: Grabara – Fischer, Jenz, Koulierakis, Maehle – Arnold, Svanberg (79. Mejer), Vinicius Souza (46. Eriksen), Daghim, Amoura – Pejcinovic (46. Skov Olsen)

Tore:  1:0 Banks (3.), 2:0 Kömür (51.), 3:0 Fellhauer (63.), 3:1 Naghim (65.)

Gelbe Karten: Banks, Giannoulis | Jenz

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Schwebheim)

Zuschauer:  28.200

 

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Dominik Mesch ist freier Redakteur und Mitglied der Presse Augsburg-Redaktion.